Der Autozulieferer Bosch hat erstmals seit 2009 im vergangenen Geschäftsjahr rote Zahlen geschrieben, mit einem Nettoverlust von 400 Millionen Euro. Trotz Verlusten im Inland blickt Konzernchef Stefan Hartung optimistisch in die Zukunft. Für 2026 erwartet das Unternehmen Umsatzwachstum und eine solide operative Rendite.
Stuttgart. Bosch hat am Donnerstag seine Jahreszahlen für das vergangene Geschäftsjahr veröffentlicht. Erstmals seit 2009 geriet der Stiftungskonzern in die roten Zahlen, hauptsächlich aufgrund von Verlusten in Deutschland. Nach Steuern belief sich der Verlust auf 400 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern sank auf 0,5 Milliarden Euro im Vergleich zu 2,7 Milliarden Euro zuvor.
Finanzchef Markus Forschner führte die Schwäche auf „Sonder- und Einmaleffekte jenseits der eigentlichen Geschäftsentwicklung“ zurück, darunter Kosten für den Personalabbau und Steuereffekte. Bosch müsse in vielen Ländern Gewinnsteuern zahlen, während es in Deutschland keine Gewinne erziele. Ein Sparprogramm mit dem Abbau von Tausenden Stellen soll dies ändern.
Überraschend optimistisch zeigte sich Bosch für 2026. Konzernchef Stefan Hartung plant neue Produkte und benötigt dafür viel Kapital, auch fremdes. Trotz geopolitischer Risiken wie dem Irankrieg und der unberechenbaren Politik von US-Präsident Donald Trump erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent sowie eine operative Rendite von vier bis sechs Prozent. In diesem Jahr sollen geringere Belastungen durch Personalabbau Entlastung bringen.