VW works council chair Daniela Cavallo demands recognition premium for employees at VW factory meeting, with cash flow chart in background.
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VW-Betriebsrat fordert Anerkennungsprämie für Mitarbeiter

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Der VW-Betriebsrat fordert eine Anerkennungsprämie für alle Tarifbeschäftigten, nachdem der Konzern seinen Cashflow für 2025 auf sechs Milliarden Euro korrigiert hat. Betriebsratschefin Daniela Cavallo begründet dies mit der gemeinsamen Kostendisziplin der Belegschaft. Die Prämie könnte im Mai 2026 ausgezahlt werden.

Volkswagen hat am 21. Januar 2026 mitgeteilt, dass der Netto-Cashflow für das Geschäftsjahr 2025 bei sechs Milliarden Euro liegt, statt bei rund null Euro wie zuvor angenommen. Finanzvorstand Arno Antlitz erklärte dies mit intensiver Kostenarbeit in den Bereichen Entwicklung, Investitionen und Lagerbestandsmanagement. „Die Verbesserung des Netto-Cashflows sei das Ergebnis ‚intensiver Kostenarbeit‘ bei Entwicklung, Investitionen und Lagerbeständen“, hieß es in einem internen Interview. Antlitz räumte ein, dass die Dimension der Verbesserung überraschend war und sich vor allem im zweiten Halbjahr 2025 ergeben habe. Der Cashflow beschreibt vereinfacht das Geld, das in der Kasse verbleibt, und beeinflusst unter anderem das Kreditrating und die Dividendenpolitik. Er hat jedoch nichts direkt mit Umsatz oder Gewinn zu tun und kann durch Maßnahmen wie das Verschieben von Zahlungen beeinflusst werden. Analysten bezweifeln die Nachhaltigkeit des Zuflusses und sehen ihn hauptsächlich durch Lagerabbau und schnellere Zahlungseingänge entstanden. Angesichts dieser guten Kassenlage fordert der Gesamtbetriebsrat eine Anerkennungsprämie für alle Haustarifbeschäftigten, einschließlich derer in Sachsen. Betriebsratschefin Daniela Cavallo begründete den Vorstoß in einer Extra-Ausgabe der Betriebsratszeitung „Mitbestimmen“: „Wenn jetzt alle gemeinsam in Sachen Kostendisziplin derart gut abgeliefert haben, ist eine Anerkennungsprämie nur fair. Die fordern wir für alle Haustarifbeschäftigten – Sachsen inklusive.“ Die Prämie soll im Mai 2026 fließen und den wegfallenden flexiblen Tarifbonus teilweise ersetzen. Dieser Bonus entfällt 2026 und 2027 als Teil des Sparpakets, auf das sich IG Metall und der Konzern Ende 2024 im Weihnachtskompromiss nach zähen Verhandlungen geeinigt hatten. Die Vorauszahlung auf den Bonus im November in Höhe von knapp 1900 Euro bleibt unberührt. Der flexible Bonus soll gestaffelt erst 2028 zurückkehren. Die Höhe der Prämie bleibt offen und muss mit dem Vorstand verhandelt werden. Erste Hinweise auf den Stand der Gespräche werden auf der Betriebsversammlung am 4. März 2026 im Wolfsburger Stammwerk erwartet. VW beschäftigt in seinen Werken in Niedersachsen, Hessen und Sachsen mehr als 120.000 Mitarbeiter. Die Debatte gewinnt Brisanz durch den laufenden Betriebsratswahlkampf im März 2026, in dem Oppositionslisten eine stärkere Beteiligung der Belegschaft fordern. Der Konzern steht weiterhin unter Kostendruck: Bis Ende des Jahrzehnts sollen in Deutschland etwa 35.000 Stellen wegfallen, und die Kosten um jährlich 15 Milliarden Euro sinken, während hohe Investitionen in Elektromobilität und Software anstehen.

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