Der Sportwagenbauer Porsche hat für das Jahr 2025 einen Gewinneinbruch von 91,4 Prozent gemeldet, der den Nettogewinn auf 310 Millionen Euro reduzierte. Der Umsatz sank um rund zehn Prozent auf 36,3 Milliarden Euro, belastet durch Strategiewechsel, Marktschwierigkeiten in China und US-Zölle. Neuer Chef Michael Leiters plant eine Neuausrichtung des Unternehmens.
Porsche AG, Tochter des Volkswagen-Konzerns, verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 einen dramatischen Rückgang des Ergebnisses. Das Ergebnis nach Steuern fiel um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro im Vergleich zu fast 3,6 Milliarden Euro im Vorjahr 2024. Der Umsatz belief sich auf 36,3 Milliarden Euro, was einem Einbruch von fast zehn Prozent entspricht.
Die Hauptbelastungen resultierten aus hohen Sonderkosten in Höhe von rund 3,9 Milliarden Euro. Dazu zählten 2,4 Milliarden Euro für die Verlängerung der Verbrenner-Produktion, 700 Millionen Euro für die Abwicklung der Batterie-Tochter Cellforce sowie weitere 700 Millionen Euro durch US-Zölle. Der operative Gewinn sank um 92,7 Prozent auf 413 Millionen Euro, im Autogeschäft sogar auf nur 90 Millionen Euro.
Finanzchef Jochen Breckner erklärte: „Die globalen Herausforderungen und die Neuausrichtung des Unternehmens haben das Ergebnis 2025 belastet. Auch 2026 werden unsere Maßnahmen zur Rekalibrierung einmalige Ergebniseffekte in hoher dreistelliger Millionenhöhe haben.“ Ex-Chef Oliver Blume hatte vor seinem Abgang die Strategie geändert, um mehr Verbrenner anzubieten, da Elektro-Modelle weniger Nachfrage fanden. Geschäfte in China stockten, und US-Zölle unter Präsident Donald Trump wirkten sich negativ aus.
Neuer Vorstandschef Michael Leiters, der im Januar die Nachfolge von Blume antrat, kündigte Maßnahmen an: „Seit meinem Amtsantritt hat unser Führungsteam die Lage systematisch analysiert und eine Reihe erster gezielter Maßnahmen eingeleitet.“ Dazu gehören Verschlankung der Führungsstruktur, Abbau von Hierarchien und Ausweitung des Produktportfolios in margenstarken Segmenten.
Für 2026 erwartet Porsche einen Umsatz von 35 bis 36 Milliarden Euro und eine operative Rendite von 5,5 bis 7,5 Prozent. Die operative Marge lag 2025 bei 1,1 Prozent. Der Konzern schlägt eine Dividende von 1,00 Euro je Stammaktie und 1,01 Euro je Vorzugsaktie vor, nach 2,31 Euro im Vorjahr. Der Börsenwert hat sich seit dem IPO vor drei Jahren nahezu halbiert. Der Mutterkonzern Volkswagen meldete ebenfalls einen Gewinnrückgang um fast die Hälfte, beeinflusst durch Porsche.