Sega hat anerkannt, dass die unter den Erwartungen liegenden Spieleverkäufe teilweise darauf zurückzuführen sein könnten, dass Spieler auf verbesserte 'Definitive Editionen' warten, bevor sie kaufen. Diese Aussage fiel während einer Aktionärs-Frage-Antwort-Runde nach dem jüngsten Geschäftsbericht des Unternehmens. Der Trend scheint mit Titeln von Atlus verbunden zu sein, die oft überarbeitete Versionen mit zusätzlichem Inhalt erhalten.
Hintergrund zur Aussage von Sega
Sega sprach Bedenken hinsichtlich rückläufiger Verkäufe von Katalogtiteln und schwankender Einnahmen aus neuen Releases in einer japanischsprachigen Aktionärs-Q&A an (via Automaton). Trotz der Veröffentlichung hochgelobter Titel fielen die Verkäufe unter den Erwartungen. Mögliche Faktoren umfassen Konkurrenz durch Spiele desselben Genres und anfängliche Preisstrategien.
Auswirkungen definierter Editionen
Ein zentraler Einblick war die Zurückhaltung der Spieler, beim Launch zu kaufen, in Erwartung von 'Definitive Editionen' mit extra Inhalt. Sega erklärte: 'Obwohl wir keine präzise Ursache für [die unter den Erwartungen liegenden Verkaufszahlen] feststellen konnten, glauben wir, dass das Problem auch in unserem Marketing liegt, das den Reiz unserer Spiele den Nutzern nicht ausreichend vermitteln konnte.' Das Unternehmen untersucht die Sache weiter, um Investoren zu beruhigen.
Es wurden keine spezifischen Spiele in der Q&A genannt, aber das Muster passt zu Atlus-RPGs. Beispiele sind Persona 4 gefolgt von Golden und Persona 5 von Royal, beide mit zusätzlichen Charakteren und Inhalt. Kürzlich führte Shin Megami Tensei 5 aus 2021 zu Shin Megami Tensei 5: Vengeance im Jahr 2024.
Aktuelles Beispiel: Metaphor: ReFantazio
Atlus' Metaphor: ReFantazio, das letztes Jahr erschien, wurde von der Kritik gefeiert und ausgezeichnet. Es verkaufte über 1 Million Einheiten am Launchtag, wurde zum schnellsten Verkaufserfolg von Atlus und erreichte bis Juli 2025 weltweit 2 Millionen. Die Verkäufe scheinen danach jedoch eingebrochen zu sein. Obwohl keine überarbeitete Version angekündigt wurde, könnte der Präzedenzfall Fans zum Warten bewegen.
Dies geschieht inmitten von Diskussionen des Regisseurs Katsura Hashino über die Weiterentwicklung von JRPGs hin zu 'JRPG 3.0', möglicherweise im Zusammenhang mit kommenden Titeln wie Persona 6.