Der chilenische Senat hat am Dienstag einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Exekutive dazu ermächtigt, im Jahr 2026 zusätzliche Schulden in Höhe von bis zu 6,2 Milliarden US-Dollar aufzunehmen. Die Initiative wurde mit 28 Ja-Stimmen, 15 Nein-Stimmen und einer Enthaltung angenommen.
Die Maßnahme erhöht das Schuldenlimit der Zentralregierung über die bereits im Haushaltsgesetz für dieses Jahr genehmigten 17,4 Milliarden US-Dollar hinaus. Finanzminister Jorge Quiroz erklärte, dass der Antrag auf das aktualisierte fiskalische Szenario und den höheren Finanzierungsbedarf zur Erfüllung bereits eingegangener Verpflichtungen zurückzuführen sei.
Quiroz erklärte: „Es ist ein Zeichen der Verantwortung, ein im letzten Jahr verabschiedetes Budget finanzieren zu können, dessen Finanzierung unvollständig war“. Er fügte hinzu, dass das Projekt Teil einer kohärenten Fiskalstrategie sei, die eine verantwortungsvolle Verwaltung der öffentlichen Konten mit der Wiederherstellung der Solidität des Staates verbinde.
Die Exekutive legte die Initiative mit höchster Dringlichkeit vor, wobei die Frist für die Verabschiedung der 8. Juli war. Nach der Zustimmung im Senat ist das Gesetz nun bereit für die Verkündung.