Mehrere mittelschwere Erdbeben haben sich am Montag, den 6. Juli, nahe Quintero in der chilenischen Region Valparaíso ereignet. Das stärkste Beben erreichte eine Magnitude von 5,2 und war auch in den Regionen Metropolitana und O’Higgins zu spüren.
Nach Angaben des Nationalen Seismologischen Zentrums der Universität von Chile ereignete sich das erste Beben um 12:15 Uhr Ortszeit mit einem Epizentrum 33,7 Kilometer nordwestlich von Quintero in einer Tiefe von 26,5 Kilometern. Es folgten Nachbeben, darunter eines der Magnitude 4,6 um 12:18 Uhr.
Der Seismologe Luis Donoso von der Universidad del Desarrollo erklärte, die Aktivität sei in der Konvergenzzone zwischen der Nazca-Platte und der Südamerikanischen Platte normal. „Die Seismizität ist wiederkehrend, mit einer Häufigkeit im Zeitverlauf, die weder vorhersagbar ist noch mit einem Ereignis größerer Magnitude in Verbindung steht“, merkte er an.
Historisch gesehen treten schwere Beben in Zentralchile alle 70 bis 90 Jahre auf. Das letzte ereignete sich 1985, weshalb das nächste voraussichtlich zwischen 2055 und 2075 zu erwarten ist. SENAPRED bekräftigte die Sicherheitsempfehlungen bei Erdbeben, wie etwa Ruhe zu bewahren und sich unter einem stabilen Objekt zu schützen.