Präsidentin Claudia Sheinbaum kritisierte am Montag Vorschläge, das Wahlrecht von einem Examen oder einer Haushaltsabstimmung abhängig zu machen. Die Ideen wurden von der Anwältin Natalia Torres und einem PAN-Mitglied eingebracht.
Während ihrer morgendlichen Pressekonferenz am 20. Juli bezeichnete Sheinbaum die Vorschläge als absurd, rückschrittlich, porfiristisch und antidemokratisch. Sie erinnerte an den historischen Kampf der Frauen um das Wahlrecht und stellte die Frage, ob die Befürworter eine Rückkehr in die Ära des Porfiriats anstreben.
Die Anwältin Natalia Torres hatte im Podcast "Leo y Nacho" vorgeschlagen, dass nur diejenigen einen Wählerausweis des INE erhalten sollten, die eine staatliche Wissensprüfung bestehen. Sie argumentierte, dass die Stimmen von Personen mit Hochschulabschluss nicht denen von Personen gleichgestellt werden sollten, die gerade erst 18 geworden sind.
Das PAN-Mitglied Javier Albarrán verteidigte in den sozialen Medien die Idee einer Haushaltsabstimmung. Er sagte, ein Familienvertreter solle entscheiden, wobei er die Ehefrau, die Kinder und die kollektiven Bedürfnisse berücksichtigen würde.
Sheinbaum erwiderte, dass solche Ideen einen Hass auf das Volk zeigten und auf eine Herrschaft der Elite abzielten. Sie bestritt, dass eine Einschränkung des Wahlrechts im Namen der Freiheit geschehe.