Politologe Simon Persico hält es für unwahrscheinlich, dass Ökologen bei den Kommunalwahlen am 15. und 22. März viel gewinnen werden. Die Lokalwahlen 2020 brachten einen außergewöhnlichen grünen Durchbruch. Sechs Jahre später hat sich die politische Landschaft verändert.
Simon Persico, Politikwissenschaftler und Direktor von Sciences Po Grenoble, erörtert die Aussichten der Ökologen für die Kommunalwahlen 2026 in einem Interview mit Le Monde. Als Mitglied des Aufsichtsrats der Fondation de l’écologie politique hat er gemeinsam mit Florent Gougou eine Notiz mit dem Titel 'Vers un écologisme municipal ? Promesses de campagne et action politique des mairies vertes en France' verfasst (Fondation de l’écologie politique, 2023). nn2020 erzielte Europe Écologie-Les Verts (EELV), das 2023 in Les Écologistes umbenannt wurde, einen spektakulären Durchbruch, genannt die 'vague verte'. Die Partei gewann sechs Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern: Lyon, Bordeaux, Straßburg, Tours, Besançon und Annecy. Sie wurde in Grenoble wiedergewählt, das zuvor 2014 von Éric Piolle gewonnen worden war. Dieser Fortschritt war auf europäischer Ebene für eine Grüne Partei außergewöhnlich und resultierte größtenteils aus den Niederlagen rechter Amtsinhaber in unterschiedlichen linken Allianzen. nnZusätzlich schlossen sich Ökologen oder kehrten in kommunale Mehrheiten in etwa zehn Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern an, darunter Paris, Marseille, Montpellier, Rouen, Rennes, Brest (Finistère), Nancy und Nantes. Persico betont, dass Ökologie 'viel gespaltener' geworden ist als 2020, was potenzielle Gewinne bei den Wahlen am 15. und 22. März bremst.