Smarte heizkörperthermostate getestet auf energiesparpotenzial

Der Spiegel hat 13 smarte Heizkörperthermostate getestet, die per App Energie sparen sollen. Die Geräte bieten präzise Steuerung, doch Herstellerangaben zu Einsparungen von bis zu 30 Prozent sind übertrieben. Realistisch liegen die Heizkostenersparnisse bei 2 bis 15 Prozent, je nach Nutzerverhalten.

Smarte Heizkörperthermostate ermöglichen eine genauere Regelung der Heizung als manuelle Ventile, um Energieverschwendung zu vermeiden. Die Installation ist unkompliziert und erfordert keine Fachkräfte; mit einfachen Werkzeugen wie einer Wasserpumpenzange kann der alte Regler ersetzt werden. Sensoren und Apps erkennen offene Fenster oder Abwesenheit und schalten die Heizung automatisch ab. Laut der Beratungsgesellschaft co2online profitieren vor allem vergessliche Nutzer, während Disziplinierte von der zentralen Steuerung aller Heizkörper via Smartphone oder Sprachbefehl gewinnen.

Im Test von Der Spiegel, zuletzt aktualisiert am 3. Februar 2025 mit zwei neuen Modellen, schnitt Tado als beste Kombination aus Bedienkomfort und Funktionen ab. Es integriert sich nahtlos in Smart-Home-Systeme, erfordert jedoch hohe Anschaffungskosten und ein Abo für volle Automatiken, was die Amortisation verzögert. Günstigere Alternativen wie Aqara, SwitchBot und TP-Link amortisieren sich schneller, bieten umfangreiche Funktionen ohne Abonnement und unterstützen Standards wie Matter für breite Kompatibilität.

AVM Fritz!DECT 302 eignet sich für Haushalte mit Fritzbox, ohne neue Software. Homematic IP erweitert sich zu einem vollständigen Smart Home. Bewertet wurden Design, Montage, Bedienung, smarte Funktionen und Zusatzkosten. Preise reichen von 40 Euro für SwitchBot bis 100 Euro für Tado X. Batteriewechsel und eventuelle Gateways erhöhen die laufenden Kosten; Amortisation kann bis zu zehn Jahren dauern.

Die Testkriterien umfassen intuitive Apps, Offline-Fähigkeit und Integration mit Plattformen wie Apple Home oder Google. Kein Modell erkennt Fenster perfekt ohne Zusatzsensoren, und Geofencing funktioniert bei vielen nur mit Internet oder Drittanbietern.

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