Zwölf Generalstaatsanwälte reichten am 13. Juli eine Kartellklage ein, um die geplante Fusion von Paramount mit Warner Bros. Discovery im Wert von 110 Milliarden US-Dollar zu stoppen. Die Writers Guild of America folgte am 14. Juli mit einer eigenen Klage. Eine Anhörung vor einem Bundesgericht zu einem Eilantrag auf einstweilige Verfügung ist für Freitag angesetzt.
Die Bundesstaaten unter der Führung des kalifornischen Generalstaatsanwalts Rob Bonta argumentieren, dass das Geschäft zu einer übermäßigen Konzentration auf den Märkten für Kinofilme, Blockbuster und klassisches Kabelfernsehen führen würde. Sie streben eine einstweilige Verfügung an, um die Transaktion auszusetzen.
Der Paramount-Anwalt Jeffrey Kessler erklärte gegenüber CNBC, das Unternehmen strebe weiterhin den Abschluss bis Ende September an. Er bezeichnete die Fusion als wettbewerbsfördernd und notwendig, um das lineare Fernsehen und die Filmproduktion angesichts der Herausforderungen durch Streaming-Dienste zu stärken.
Eine Anhörung zum Antrag der Bundesstaaten ist für den 17. Juli um 10 Uhr PT vor einem Bundesrichter angesetzt. Paramount hatte Alternativen für ein geordnetes Verfahren ab dem 22. Juli oder Anfang September angeboten, was die Bundesstaaten jedoch ablehnten.
Das US-Justizministerium hat der Fusion bereits zugestimmt, die Regulierungsbehörden in Großbritannien und der Europäischen Union jedoch noch nicht. Paramount hat sich zu einer vierteljährlichen Strafzahlung von 650 Millionen US-Dollar verpflichtet, falls die Transaktion nach dem 30. September noch aussteht.