Die FCC-Kommissarin Anna Gomez hat eine gründliche Überprüfung ausländischer Investitionen im Rahmen der geplanten Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery gefordert. Das Abkommen würde zu einem ausländischen Eigentumsanteil von 49,5 % führen, einschließlich bedeutender Beteiligungen aus Saudi-Arabien, Katar und Abu Dhabi. Gomez äußerte Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit und der Pressefreiheit.
Die einzige Demokratin in der Federal Communications Commission, Anna Gomez, gab am 5. Mai eine Erklärung ab, in der sie die Behörde aufforderte, die ausländischen Investitionen im Zusammenhang mit der geplanten Fusion von Paramount mit Warner Bros. Discovery genau zu untersuchen. Paramount hat offengelegt, dass das fusionierte Unternehmen zu 49,5 % in ausländischem Besitz sein würde, wobei 38,5 % von Investmentfonds aus Saudi-Arabien, Katar und Abu Dhabi stammen. Da Eigentumsanteile von über 25 % eine Genehmigung der FCC erfordern, hat Paramount einen Antrag auf eine Feststellung gestellt, dass die Struktur im öffentlichen Interesse liegt. Ein Sprecher von Paramount lehnte eine Stellungnahme zu den Äußerungen von Gomez ab. Das Unternehmen argumentiert, dass die Investitionen das notwendige Kapital bereitstellen, um im Rundfunk- und Videoprogrammbereich wettbewerbsfähig zu bleiben, ohne Risiken für die nationale Sicherheit oder die Außenpolitik darzustellen. Es betont, dass die Familie Ellison die mehrheitliche Stimmrechtskontrolle behalten werde, wodurch ausländische Investoren keinen Einfluss auf die Unternehmensführung hätten. Gomez hob die Risiken hervor, verwies auf einen Investor, den Saudi Public Investment Fund, der vom Kronprinzen Mohammed bin Salman kontrolliert wird, und bezog sich auf einen US-Geheimdienstbericht aus dem Jahr 2021, der ihn mit der Ermordung des Washington-Post-Journalisten Jamal Khashoggi in Verbindung bringt, was er bestreitet. „Die amerikanische Öffentlichkeit verdient es zu wissen, wem die Frequenzen gehören, über die ihre Nachrichten verbreitet werden“, sagte Gomez. „Es gibt ernsthafte, ungeklärte Fragen darüber, wie diese ausländischen Investitionen die nationale Sicherheit gefährden könnten.“ Sie forderte eine Abstimmung mit den nationalen Sicherheitsbehörden sowie eine öffentliche Offenlegung der Investitionsvereinbarungen. Die FCC nimmt bis zum 27. Mai öffentliche Kommentare entgegen, wobei Erwiderungen bis zum 11. Juni fällig sind, und wird sich mit den Behörden der Exekutive beraten.