Die Europäische Union hat die 111-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount genehmigt. Die Zustimmung ist an Zusagen zur Ausräumung wettbewerbsrechtlicher Bedenken im Bereich des Filmvertriebs gebunden. In den Vereinigten Staaten hat eine Bundesrichterin unterdessen eine einstweilige Verfügung erlassen, während über weitere Schritte beraten wird.
Die Europäische Kommission erteilte ihre Genehmigung am 22. Juli, nachdem Paramount zugestimmt hatte, seine internationale Vertriebspartnerschaft mit Universal Pictures zu beenden. Die Kommission stellte fest, dass im Europäischen Wirtschaftsraum weiterhin ausreichend Wettbewerber für Filmproduktion und audiovisuelle Kanäle vorhanden sind. Paramount bezeichnete die Entscheidung als wichtigen Meilenstein, der die zentralen Annahmen der Klage der US-Generalstaatsanwälte widerlege.
Die US-Bezirksrichterin Araceli Martinez-Olguin erließ am 20. Juli eine einstweilige Verfügung, die die Transaktion für zwei Wochen aussetzt. Die Anordnung ist eine Reaktion auf eine Kartellklage, die von Kalifornien und elf weiteren Bundesstaaten eingereicht wurde. Eine Anhörung zu einer einstweiligen Verfügung ist für den 3. August angesetzt.
Paramount hat eine dreitägige Beweisaufnahme für Mitte bis Ende August vorgeschlagen, um strittige Sachverhalte zu klären. Das Unternehmen hat zudem einer Verlängerung der einstweiligen Verfügung bis zu einer gerichtlichen Entscheidung zugestimmt. Sollte der Deal bis zum 30. September nicht abgeschlossen sein, greift eine tägliche Gebühr in Höhe von 7 Millionen Dollar.