Die Stormers bleiben ungeschlagen und sind auf Kurs, die Playoffs in Champions Cup und United Rugby Championship zu Hause auszutragen, und setzen einen hohen Maßstab für südafrikanische Teams. Im Gegensatz dazu stehen Bulls und Sharks nach jüngsten Niederlagen unter wachsendem Druck und riskieren frühe Ausstiege aus beiden Wettbewerben. Mit entscheidenden Spielen vor sich priorisieren ihre Trainer die Qualifikation inmitten anspruchsvoller Termine.
Die Stormers haben sich nach einer Serie von Siegen als Spitzenreiter in den europäischen Rugby-Wettbewerben etabliert. Sie führen ihre Champions-Cup-Gruppe nach Siegen gegen Bayonne in Frankreich und La Rochelle in Gqeberha an, was ihnen Heimvorteil in der K.o.-Runde der letzten 16 sichert. Kommende Spiele gegen Harlequins in London und Leicester Tigers in Kapstadt könnten dies festigen, wenn sie genügend Tabellenpunkte holen. nnDerweil kämpfen die Bulls mit einer Sechs-Niederlagen-Serie quer durch die Turniere. Sie liegen auf Platz 11 im URC nach der knappen 13:8-Niederlage gegen die Stormers letzte Woche und müssen Bristol Bears in Pretoria und Pau in Frankreich schlagen, um in die Champions-Cup-Playoffs zu kommen. Die Sharks, Platz 14 im URC nach einer 23:22-Heimniederlage gegen die Lions, stehen vor harten Tests gegen Sale Sharks in Manchester und Clermont Auvergne in Durban. nnStormers-Trainer John Dobson hat in 10 aufeinanderfolgenden Siegen 41 Spieler rotiert, inspiriert von Springboks-Strategien unter Rassie Erasmus, einschließlich konstanter 6-2-Bänke. Dieser Ansatz hat eine +136-Punkte-Differenz im URC und starke Zweit-Halbzeiten gebracht. Im Vergleich haben die Bulls 46 Spieler eingesetzt, aber meist 5-3-Bänke genutzt, während die Sharks mit 51 Spielern erst kürzlich vorwärtsschwere Bänke eingeführt haben. nnTrainerwechsel unterstreichen die Probleme: Johan Ackermann löste Jake White bei den Bulls im vergangenen Juni ab, zwei Assistenten wurden vor Weihnachten entlassen. Bei den Sharks übernahm JP Pietersen im Dezember von John Plumtree. Trotz mehr Springboks im Kader haben beide Teams die Auswahlen nicht ausbalanciert, was zu inkonsistenten Ergebnissen führt – ob Stars spielen oder nicht. nnDie Tiefe der Stormers zeigte sich in Siegen wie 35:0 gegen Leinster und 26:17 bei Bayonne mit Einsteigern wie Stefan Ungerer, Jurie Matthee und Clinton Swart. Mit zunehmender Saisonintensität können sich Bulls und Sharks keine weiteren Fehlschläge leisten, besonders mit URC-Duellen gegen Edinburgh und Stormers vor der Tür. Das Stormers-Modell deutet darauf hin, dass Anpassungsfähigkeit entscheidend ist, um mit Top-Clubs wie Bordeaux und Toulouse zu konkurrieren.