Eine am 20. Juli 2026 veröffentlichte Studie der Utkal University zeigt, dass über 53 % der erwachsenen Frauen aus den besonders gefährdeten Stammesgruppen (PVTG) in Odisha an Anämie leiden. Die Untersuchung hebt zudem hohe Raten von Wachstumsstörungen bei weiblichen Jugendlichen sowie weitere ernährungsbedingte Herausforderungen hervor.
Die interdisziplinäre Studie untersuchte 9.222 Personen aus 2.041 Haushalten in 10 PVTG-Gemeinschaften in Distrikten wie Malkangiri, Rayagada und Mayurbhanj. Sie stellte bei 36,95 % der erwachsenen Männer Anämie fest, wobei die höchsten Raten bei Männern der Mankidia (59,18 %) und Bonda (56,30 %) verzeichnet wurden. Bei weiblichen Jugendlichen erreichten Wachstumsstörungen insgesamt 50,74 %, mit einem Höchstwert von 82,76 % bei den Hill Kharia. Die Forscher stellten eine Hausgeburtenrate von 59 % fest und forderten gezielte Ernährungsprogramme sowie kulturell sensible Gesundheitsinterventionen. Gouverneur Hari Babu Kambhampati veröffentlichte den Bericht. Vizerektor Chandi Prasad Nanda bezeichnete ihn als evidenzbasierte Forschung, die für politische Entscheidungsträger nützlich sei. Koordinator Prasanna Kumar Patra betonte, dass die grundlegende Mütterfürsorge in diesen Gebieten nach wie vor lückenhaft ist.