Nadine Faehndrich, die erfolgreichste Schweizer Langläuferin, hat ihren Rücktritt nach der laufenden Saison angekündigt. Die 30-Jährige äußerte Dankbarkeit dafür, ihren Hobby zum Beruf gemacht zu haben – nach einer olympischen Silbermedaille. Sie möchte ihre Karriere mit einer starken Leistung in der Sprintwertung beenden.
Spät am Mittwoch gab die Schweizer Langläuferin Nadine Faehndrich in einer Pressemitteilung der Swiss-Ski bekannt, dass sie ihre Karriere zum Abschluss der Wintersaison 2026 beenden werde. Die 30-Jährige vom Skiclub Horw hat in 11 Weltcupsaisons über 200 Starts absolviert. nnIhre Karrierehöhepunkte umfassen drei Weltmeisterschaftsmedaillen und eine Olympiamedaille. Zwei Wochen zuvor gewann sie Silber im Teamsprint bei den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina gemeinsam mit Nadja Kälin und erfüllte damit einen lang gehegten Traum. „Eine Medaille bei den Olympischen Spielen war immer ein Traum von mir“, sagte sie. Weitere Erfolge sind Silber im Teamsprint bei den Weltmeisterschaften 2021 in Oberstdorf mit Laurien van der Graaff sowie Bronze in derselben Disziplin bei den Weltmeisterschaften 2025 in Trondheim mit Anja Weber. nnFaehndrich debütierte im Dezember 2015 im Weltcup und erreichte drei Saisons später ihr erstes Podium in einem 10-km-Klassikrennen in Cogne, Italien. Ihr erster Sieg gelang im nächsten Jahr im Skatesprint in Dresden, Deutschland. Sie erzielte 25 bis 26 Weltcup-Podien, darunter sechs bis sieben Siege, mit acht Podien auf heimischem Boden, wie Doppelsiegen im Dezember 2022. Als dritte Schweizer Langläuferin mit einem Weltcup-Titel folgt sie auf Laurien van der Graaff und Evi Kratzer. nnPlatz zwei der Sprint-Gesamtwertung belegt sie aktuell und strebt den kleinen Kristallglobus der Saison an. Ihr letzter Wettkampf wird Ende März bei den Schweizer Meisterschaften in Les Diablerets stattfinden. „Die Möglichkeit, meinen Hobby zum Beruf machen zu können, ist ein immenses Privileg. Ich bin äußerst dankbar für all die Jahre, in denen ich an meinen Fähigkeiten arbeiten und mit meinem Team besser werden konnte“, resümierte sie.