Zwei große Tamil-Filme mit politischen Untertönen sollen während des Pongal-Festivals 2026 direkt nacheinander erscheinen und die Feier zu einem politischen Referendum zwischen dem Lager des Schauspielers Vijay und der DMK-Partei machen.
Die kommende Pongal-Saison in Tamil Nadu bringt einen hochbrisanten Kinokampf zwischen Jana Nayagan mit Vijay in der Hauptrolle und Parasakthi, produziert von einem Verwandten des DMK-Führers Udhayanidhi Stalin. Jana Nayagan, als Vijays letzter Film vor seinem vollen Einstieg in die Politik mit der Tamilaga Vettri Kazhagam (TVK) beworben, startet am 9. Januar 2026. Der Trailer zeigt Vijays Figur Thalapathy Vetri Kondan – mit denselben Initialen wie TVK – als normalen Mann, der außergewöhnliche Taten vollbringt, und endet mit dem Satz: „Ich komme.“ Der Film weist Parallelen zur Telugu-Produktion Bhagavanth Kesari in Themen wie Frauenemanzipation und politischer Botschaft auf.
Parasakthi mit Sivakarthikeyan unter der Regie von Sudha Kongara folgt am 10. Januar, der Starttermin wurde von 14. Januar vorgezogen. Produziert von Aakash Baskaran, dessen Frau eine Urenkelin des DMK-Patriarchen Karunanidhi ist und der von der Enforcement Directorate untersucht wird, spielt der Film während der Anti-Hindi-Unruhen der 1960er-Jahre. Der Trailer zeigt Proteste gegen die Einführung des Hindi als einzige Amtssprache mit dem Satz: „Wir sind nur gegen die Aufzwängung des Hindi; nicht gegen Hindi oder seine Muttersprachler.“ Gerüchte deuten auf mögliche Kürzungen anti-hindi-Szenen hin angesichts der Sensibilitäten im wahlnahen Bundesstaat.
Beide Filme haben Budgets über 100 Crore Rupien, wobei Jana Nayagan durch Vijays Gage höher ist. Off-Screen-Spannungen umfassen zerrissene Parasakthi-Poster bei einer Jana-Nayagan-Trailer-Vorführung in Madurai, die Vijay-Fans angelastet werden, sowie „TVK“-Rufe, die die Audio-Launch-Veranstaltung von Parasakthi in Chennai störten. Die Leinwandzuweisungen balancieren bei 500-600 für Jana Nayagan und 400-450 für Parasakthi von insgesamt 1.200.
Sivakarthikeyan äußerte Nervosität und erwähnte den Wechsel von Diwali zu Pongal, um den Clash zu vermeiden, doch die Produzenten konnten aufgrund von Investoren und den 2026er-Wahlen nicht weiter verschieben. Er appellierte: „Bitte geht alle am 9. Januar zu Jana Nayagan... Danach, am 10. Januar, kommt ins Kino und schaut Parasakthi.“ Insider sehen darin eine Generalprobe für die Politik, in der in Tamil Nadu Kino und Parolen verschwimmen.