Das in Umeå ansässige Team TG hat sich aus der Elitettan zurückgezogen wegen finanzieller Probleme, nur Wochen vor dem Auftaktspiel gegen ÖSK. Es wird durch Enskede IK ersetzt, das den gesamten Spielplan übernimmt. Die Nachricht kam als Schock für die Spielerinnen von Team TG und ließ sie ohne Liga zurück.
Das Frauenteam von ÖSK sollte die Elitettan-Saison 2026 mit einem Auswärtsspiel gegen Team TG in Umeå eröffnen. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten kündigte der Verein aus Umeå jedoch seinen Rückzug aus der Liga an. Enskede IK rückt als Ersatz nach, als bester Zweiter der Division 1 aus der Saison 2025. Die Entscheidung von Team TG resultiert daraus, dass der Hauptsponsor Thoréngruppen seine Unterstützung nach diesem Jahr einstellen wird. Die Finanzen sind bereits kollabiert, und am 29. Dezember trat Trainer und Sportdirektor Jonas Wikström in Protest gegen die Vereinsführung zurück. Am nächsten Tag erfuhren die Spielerinnen, dass sie selbst Geld für die Teilnahme aufbringen müssten. Kurz darauf gab Enskede auf Instagram bekannt, den Elitettan-Platz übernommen zu haben, ohne Team TG zu informieren. „Man fühlt sich klar verraten, wütend, traurig und verletzt zugleich“, sagt Mannschaftskapitänin Linnea Lindström gegenüber Västerbottens-Kuriren. Sie beschreibt den Schock, als sie die Nachricht während der Neujahrsvorbereitungen sah: „Wir haben keine Andeutung erhalten, dass es kein Spiel in der Elitettan geben würde, obwohl wir mehrmals danach gefragt haben.“ Enskede, das Zweiter in der Division 1 Mellersta hinter Husqvarna wurde, freut sich auf den Aufstieg. „Für uns bedeutet das den nächsten Schritt in einer langfristigen Investition. Wir freuen uns darauf, mit Demut und Verantwortung in die Elitettan aufzusteigen“, schreibt der Verein auf seiner Website. Sie übernehmen den Spielplan von Team TG direkt, einschließlich des Premierenmatches im Behrn Arena am 28./29. März gegen ÖSK. Dies ist nicht das erste Mal, dass ein Team aus der Elitettan aussteigt. Vor 2020 zogen sich LB07, Kungsbacka und Assi zurück; 2022 Morön und 2023 Bergdalens IK. Die Zukunft von Team TG ist ungewiss – sie könnten in Division 1 oder tiefer gezwungen werden. Lindström betont die Notlage der Spielerinnen: „Wir Spielerinnen sind am härtesten getroffen. Viele sind hierhergezogen, um auf Elite-Niveau zu spielen, und könnten nun in Division 2 oder 3 landen.“