Netflix-Co-CEO Ted Sarandos äußerte Zuversicht hinsichtlich der vorgeschlagenen Fusion mit Warner Bros. und erklärte, Präsident Donald Trump habe keine Anzeichen für unangemessene Einmischung gezeigt. Bei den DGA Awards betonte Sarandos die Vorteile des Deals für Verbraucher inmitten einer hochkompetitiven Streaming-Landschaft. Er sprach auch Bedenken bezüglich Inhaltsentscheidungen und der Branchengesundheit an.
Auf dem roten Teppich bei den Directors Guild of America Awards am Samstagabend beantwortete Netflix-Co-CEO Ted Sarandos Fragen zur laufenden vorgeschlagenen Fusion zwischen Netflix und Warner Bros. Auf Nachfrage zu Präsident Donald Trumps Kommentaren zur Überwachung des Deals erkannte Sarandos Trumps Interesse am Unterhaltungssektor an. »Er kennt das Unterhaltungsgeschäft und kümmert sich wirklich um die Gesundheit der Branche«, sagte Sarandos zu Variety-Korrespondent Marc Malkin. Er fügte jedoch schnell hinzu, dass Trump keine Anzeichen für eine Einmischung jenseits ordnungsgemäßer Kanäle gegeben habe, und bemerkte: »Das ist die Sache des DOJ.«Dies folgte auf Trumps Klärung in einem NBC-News-Interview zu Beginn der Woche, dass er die Fusion nicht persönlich prüfen werde, sondern sie dem Justizministerium überlasse. Sarandos hatte nur Tage zuvor, am Dienstag, vor einem Senatsunterausschuss ausgesagt, wo er den Wert der Fusion für Verbraucher verteidigte. Er hob den intensiven Wettbewerb auf dem Markt hervor und beschrieb ihn als »Wild-West-Landschaft«. YouTube beherrsche bereits 15 % der Fernsehzeit und expandiere weiter, während Netflix nur 9 % des TV-Geschäfts halte. Die Integration von HBO würde Netflix auf 10 % bringen, was Sarandos als kein Antitrust-Risiko abtat.Sarandos bekräftigte auch Netflix' Engagement für die Kinostarts von Warner Bros. und versprach, »Warner Brothers und HBO und Warner Brothers Television zu pflegen und diese großen Marken im nächsten Jahrhundert noch besser zu machen«. Er wies die Behauptung eines Senators zurück, dass 50 % des Kinderinhalts von Netflix »trans-Ideologie« fördere, und nannte sie »lächerlich«. Zuschauer könnten anstößige Titel leicht blockieren – eine Plattform-eigene Funktion.Bezüglich der Streichung von Netflix' »Boots« wies Sarandos Einfluss des Department of War zurück und betonte, dass Entscheidungen rein auf Geschäftskennzahlen wie Zuschauerabschlussraten und Engagement basierten. »Es zerreißt das Herz, jede Show abzusetzen, besonders eine, die Norman Lear mir gebracht hat. Es war seine letzte Show«, sagte er und unterstrich das emotionale Gewicht solcher Entscheidungen in einer audience-getriebenen Branche.