Ein Bericht des Thinktanks Génération Libre bringt den Anstieg von Datenschutzverletzungen in Frankreich mit europäischen Regulierungen in Verbindung. Die CNIL verschärft nach einem Rekordjahr 2025 die Kontrollen.
Ein in Kürze erscheinendes Dokument des 2013 von Gaspard Koenig gegründeten Thinktanks Génération Libre übt Kritik am europäischen Regulierungsmodell. Das von dem Forscher Grégory Lenne verfasste Papier wirft komplexen Vorschriften vor, Unternehmen eher zu administrativer Compliance als zu tatsächlicher Datensicherheit zu bewegen.
Die Zahlen bestätigen den Trend. Frankreich verzeichnete 2025 insgesamt 6167 Meldungen von Datenschutzverletzungen, verglichen mit 4668 im Jahr 2024, was einem Durchschnitt von 24 Lecks pro Tag entspricht. In den ersten drei Monaten des Jahres 2026 hat die CNIL bereits 2730 Meldungen erhalten.
Die CNIL-Präsidentin Marie-Laure Denis beklagte einen Anstieg um 50 Prozent innerhalb von drei Jahren. Die Behörde hat verstärkte Inspektionen und höhere Bußgelder angekündigt, um diesen Trend umzukehren.