Die nationale Cybersicherheitsbehörde Chiles (ANCI) hat nach Berichten über ein mögliches Datenleck beim Finanzministerium (TGR) einen aktuellen Cyberangriff ausgeschlossen. Die Behörden bestätigen, dass die Dienste normal funktionieren und die Daten bereits zuvor geleakt wurden. Abgeordnete äußerten Besorgnis über strukturelle Mängel bei der Cybersicherheit.
Seit dem 1. Mai löste ein Warnhinweis der Cybersicherheits-Intelligence Sorge aus, nachdem Vecert Analyzer einen vermuteten Einbruch bei der TGR festgestellt hatte, der hochrangige Verwaltungszugangsdaten betraf. Die ANCI gab an, Berichte über böswillige Aktivitäten zu analysieren, die öffentliche Dienste und Telekommunikationsbetreiber in den letzten 48 Stunden betroffen haben.
Das Finanzministerium (TGR) schloss Störungen aus und erklärte, es arbeite „normal“ und ohne Hinweise auf Sicherheitsverletzungen. Das Sekretariat für digitale Regierung des Finanzministeriums versicherte, dass ClaveÚnica „zu 100 % einsatzbereit, sicher und funktionsfähig“ sei, ohne Auswirkungen auf seine Infrastruktur.
Am Samstag erklärte die ANCI-Direktorin Michelle Bordachar gegenüber Radio Biobío, dass es keinen aktuellen Angriff oder kompromittierte Infrastruktur gebe und verwies auf bereits zuvor geleakte Daten.
Abgeordnete der Kommission für Zukunft, Wissenschaft, Technologie, Wissen und Innovation äußerten Besorgnis. Daniel Manouchehri (PS) bezeichnete die Lage als „strukturell“ und kritisierte das fehlende Budget und die mangelnde Aufsicht der ANCI: „Ein zahnloser Tiger“. Roberto Arroyo (PSC) sagte: „Es bestätigt, dass persönliche Daten weiterhin unkontrolliert kursieren. Das ist ein schwerwiegendes Staatsversagen“. Diego Schalper (RN) forderte Weitsicht und Investitionen, während Cristóbal Martínez (UDI) dazu aufrief, unnötige Panik zu vermeiden.