Die Regierung von José Antonio Kast hat sich aufgrund knapper finanzieller Mittel gegen die im Wahlkampf versprochene internationale externe Prüfung entschieden. Stattdessen wird sie sich auf eine interne Überprüfung durch ein strategisches Komitee konzentrieren. Die Subsecretaría General de la Presidencia bestätigte die Entscheidung gegenüber La Tercera.
Während des Präsidentschaftswahlkampfes im vergangenen Jahr versprach das Team von José Antonio Kast eine vollständige und unabhängige Prüfung des Staates ab dem ersten Regierungstag. Der Plan sah vor, die Contraloría General de la República sowie globale Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wie Deloitte, PwC, EY und KPMG hinzuzuziehen, um Ministerien, Unterstaatssekretariate, Behörden und öffentliche Unternehmen zu durchleuchten und dabei überhöhte Preise sowie unregelmäßige Verträge aufzudecken.
Quellen aus den 'Big Four' erwarteten eine internationale Ausschreibung, äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich der politischen Auswirkungen. Die Subsecretaría General de la Presidencia erklärte, dass sich die Regierung aufgrund der angespannten öffentlichen Finanzen auf interne Ressourcen stützen werde.
Das Comité Estratégico de Auditoría y Revisión Fiscal, das vor zwei Wochen gegründet wurde und unter dem Vorsitz der Unterstaatssekretärin Constanza Castillo steht, forderte vorläufige Berichte von öffentlichen Stellen über die Verwendung der Haushaltsmittel von 2025 bis zum 11. März 2026 an. Das Komitee, dem unter anderem die Unterstaatssekretäre für Inneres und Finanzen, der Haushaltsdirektor und ein Vertreter des Präsidialkabinetts angehören, wird mehr als 1.000 interne Prüfer mobilisieren.
'Dies ist ein zentraler Prozess, der es uns ermöglichen wird, dieses Vorhaben in einer beispiellosen Anstrengung durchzuführen und zu rationalisieren, bei der wir mehr als tausend interne Prüfer aktivieren werden, um den Zustand der Haushaltskonten zu überprüfen und den Chilenen transparent darzulegen, wofür jeder öffentliche Peso ausgegeben wurde', sagte Constanza Castillo.