Gustavo Alessandri nimmt Direktoren wegen Unregelmäßigkeiten bei der AChM ins Visier

Gustavo Alessandri, Präsident des Chilenischen Gemeindeverbandes (AChM), hat Unregelmäßigkeiten aus der vorangegangenen Amtszeit unter Carolina Leitao aufgedeckt, darunter fehlende interne Kontrollen und Ressourcenmissbrauch durch einige Direktoren. Er kündigte an, rechtliche Schritte auf arbeits-, straf- und verwaltungsrechtlicher Ebene zu prüfen, stellte jedoch klar, dass sich dies nicht persönlich gegen Leitao richte. Die Organisation hat 60 Tage Zeit, auf die Anmerkungen der Contraloría zu reagieren.

Gustavo Alessandri (parteilos, unterstützt durch die RN), der nach seinem Sieg über das linke Lager bei den Verbandswahlen Präsident des Chilenischen Gemeindeverbandes (AChM) wurde, hat bereits fast 100 der 346 Kommunen des Landes besucht. Sein Management konzentriert sich auf die Untersuchung der Mittelverwendung während der vorangegangenen Amtszeit von Carolina Leitao, unterstützt durch ein externes Audit und die Contraloría. Die schwerwiegendsten Unregelmäßigkeiten umfassen das Fehlen interner Kontrollen und Aufsicht sowie den Ressourcenmissbrauch durch bestimmte Direktoren, von denen einige entlassen wurden oder sich für ihr Handeln verantworten müssen. Alessandri erklärte: „Ich gehe nicht gegen eine Bürgermeisterin vor, sondern gegen die Direktoren.“ Die Höhe des veruntreuten Betrages wird derzeit noch ermittelt, während die Abrechnungen für Projekte aus den Jahren 2023 und 2024 erstellt werden. Die AChM prüft Klagen auf straf-, arbeits- und verwaltungsrechtlicher Ebene nach dem Prinzip „wen es auch treffen mag“, wobei die Priorität auf den Interessen der Gemeinden liegt. Alessandri besprach die Angelegenheit mit Leitao, würdigte die Fortschritte ihrer Amtszeit, betont jedoch die Notwendigkeit der Transparenz innerhalb der Einrichtung. Dies wirke sich auf die Glaubwürdigkeit aus, wenngleich er argumentiert, dass der Kommunalismus über diese Probleme hinausgehe. Unterdessen sieht er sich mit Widerstand von fortschrittlichen Bürgermeistern wie Tomás Vodanovic (Maipú), Claudio Castro (Renca) und Karina Delfino (Quinta Normal) konfrontiert, die einen größeren Einfluss fordern. Alessandri verteidigt seine demokratische Wahl und ruft zur Einigkeit im Kampf gegen Ungleichheit und Kriminalität auf.

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