Der oppositionelle Stadtrat Héctor Javier Osorio Botello verurteilte das politische Engagement des Bürgermeisters von Neiva, German Casagua, nachdem die Leiterin für Risikomanagement, Nancy Trujillo, von Verfolgung berichtete, weil sie den Kandidaten Rodrigo Amaya Culma bei den Parlamentswahlen nicht unterstützt hatte. Osorio warnt vor einer Krise der Stadt, die durch politische Vergeltungsmaßnahmen und die Unterfinanzierung versprochener Projekte verschärft wird. Er fordert dringende Anpassungen des kommunalen Entwicklungsplans.
Nancy Trujillo, die Leiterin für Risikomanagement in Neiva, berichtete, sie sei zur Zielscheibe von Verfolgung geworden, nachdem sie bei den vergangenen Parlamentswahlen Rodrigo Amaya Culma, einen mit Bürgermeister German Casagua verbundenen Kandidaten, nicht unterstützt hatte. In einem Interview mit La Nación bezeichnete der oppositionelle Stadtrat Héctor Javier Osorio Botello Casaguas politisches Engagement inmitten der städtischen Krise als „verwerflich“. „Es ist verwerflich, dass der Bürgermeister, der seine ganze Energie darauf verwenden sollte, eine Stadt in der Krise zu führen, sich stattdessen auf seine politische Teilhabe konzentriert“, erklärte Osorio. Er kritisierte Vergeltungsmaßnahmen gegen Beamte und Auftragnehmer, die sich nicht an die Wahlvorgaben hielten. Osorio warnte vor einer Unterfinanzierung wichtiger Projekte wie der ersten Phase der Abwasserbehandlungsanlage, bei der die finanzielle Absicherung für Studien in Höhe von geschätzten 6 Milliarden Pesos fehlt. Institutionen wie CAM, Cormagdalena und das Ministerium lehnten eine Kofinanzierung ab. Die Stadt steht vor strukturellen Problemen in den Bereichen Straßenbau, Bildung, Gesundheit und Wohnungsbau, bei fast 200.000 Fahrzeugen und ohne neue Straßen. Der Stadtrat lobte die Bemühungen einiger Sekretariate, forderte jedoch die Abteilungen für Planung, Finanzen und Recht dazu auf, Kredite umzuleiten, den kommunalen Entwicklungsplan „Acciones por Neiva“ anzupassen und zu verhindern, dass wichtige Projekte bis zum Ende der Amtszeit unvollendet bleiben.