Die Contraloría General de la República in Chile hat auf eine Beschwerde von Abgeordneten der Opposition gegen Social-Media-Beiträge des Ministeriums Secretaría General de Gobierno (Segegob) reagiert. Die Kontrollbehörde kritisierte Formulierungen wie „Estado en quiebra“ (bankrotter Staat) und ordnete Korrekturmaßnahmen an. Die Regierung räumte ein, dass dieser Ausdruck unglücklich gewählt war.
Die chilenische Contraloría General de la República reagierte auf einen Antrag von Abgeordneten der Opposition, die Social-Media-Beiträge von Vertretern der Exekutive, insbesondere des Segegob, beanstandet hatten. Diese bezogen sich auf einen vermeintlichen „Estado en quiebra“ oder „Estado endeudado“, was angeblich gegen die Prinzipien der administrativen Integrität und der politischen Neutralität verstieß.
Die Regierung räumte über das Segegob ein, dass der Ausdruck „Estado en quiebra“ unglücklich gewählt war. Er wurde verwendet, um den Anstieg der Kraftstoffpreise im März zu erklären, und wurde inzwischen entfernt. In der Stellungnahme des Segegob heißt es, der Begriff sei in einem umgangssprachlichen Sinne verwendet worden und „entsprach möglicherweise nicht vollständig dem Standard an Mäßigung und Zurückhaltung“.
Die Entscheidung erinnerte Beamte daran, die Prinzipien der Integrität zu wahren und politische Aktivitäten in institutionellen sozialen Medien zu vermeiden. Solche Kanäle sollten lediglich Informationen vermitteln, die in direktem Zusammenhang mit offiziellen Funktionen stehen. Während die Behörde anerkannte, dass umgangssprachliche Begriffe zum besseren Verständnis genutzt werden können, stellte sie fest, dass das Segegob die verwendeten Begriffe technisch und faktisch nicht belegen konnte.
Daher ordnete sie an, dass das Segegob Maßnahmen gegen unpräzise Veröffentlichungen ergreift, und leitete ein Disziplinarverfahren wegen möglicher administrativer Verantwortlichkeiten ein. Die jüngste Entscheidung löst eine Debatte über den Zuständigkeitsbereich der Kontrollbehörde aus.