Kolumbianische Unternehmen sehen sich 2.803 Cyberangriffen pro Woche gegenüber

Im Jahr 2026 sind Unternehmen in Kolumbien durchschnittlich 2.803 Cyberangriffen pro Woche ausgesetzt, wobei pro Vorfall potenzielle Verluste von bis zu 6,3 Millionen US-Dollar drohen. Jüngste Datenlecks bei Drittanbietern haben sensible Informationen von BBVA- und Nubank-Kunden sowie von Einrichtungen wie Supersalud und Dian offengelegt. Experten warnen vor der Anfälligkeit dieser schwachen Glieder in der Sicherheitskette.

Kolumbianische Organisationen melden laut Daten von ERC Colombia im Jahr 2026 durchschnittlich 2.803 Cyberangriffe pro Woche. In der ersten Jahreshälfte 2025 wurden mehr als 7,1 Milliarden Versuche von Cyberangriffen verzeichnet. Ein Bericht der Superintendencia de Industria y Comercio zeigt, dass 60 % der Unternehmen trotz des Gesetzes Ley 1581 von 2012 nicht über ausreichende Datenschutzmaßnahmen verfügen.

Im April wurden durch einen Cyberangriff auf einen Inkassodienstleister Daten von BBVA- und Nubank-Kunden geleakt, darunter Namen, Personalausweisnummern, Telefonnummern und Schuldenbeträge, wenn auch keine Passwörter oder Finanzprodukte. Die Superintendencia Nacional de Salud bestätigte einen unbefugten Zugriff auf ihr Superargo-System, was 1,6 % der Dokumentationen zu Beschwerden und Forderungen betraf. Die Dian erlitt einen Angriff, bei dem Informationen von 18 Millionen Menschen, wie Ausweisnummern und Telefonnummern, kompromittiert wurden.

„Wir sehen eine Entwicklung hin zu hochpräzisen Betrugsmaschen“, sagte Óscar Díaz, CCO von ERC Colombia. Oscar Rodríguez von Veracode merkte an: „Kolumbien hat bei der Digitalisierung Fortschritte gemacht, aber diese Fragmentierung erweitert die Angriffsfläche.“ Cyberkriminelle zielen nun vermehrt auf Drittanbieter mit schwächeren Kontrollen ab.

Die Folgen umfassen Verluste von bis zu 6,3 Millionen US-Dollar pro Ereignis, Betriebsunterbrechungen von über 36 Stunden und Geldstrafen von bis zu 2.000 Mindestlöhnen. In Kolumbien ist ein Drittel der Unternehmen von Schwachstellen bei Drittanbietern betroffen, die für bis zu 64 % der weltweiten Vorfälle verantwortlich sind.

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