Angie Rodríguez, Direktorin des Anpassungsfonds (Fondo Adaptación), hat ein Korruptionsnetzwerk innerhalb der kolumbianischen nationalen Regierung angeprangert und dabei auf Beamte aus dem Umfeld von Präsident Gustavo Petro verwiesen, darunter Juliana Guerrero. Sie behauptet, dass mehr als 20 Personen in eine „Verschwörung zur Begehung von Straftaten“ verwickelt seien, bei der es um die Kontrolle der Fondsmittel in Höhe von mehr als 1,2 Billionen Pesos geht. Die Anschuldigungen lösten politische Reaktionen und Forderungen nach Untersuchungen aus.
Angie Rodríguez äußerte die Vorwürfe laut Medienberichten in einer öffentlichen Erklärung. Sie beschrieb Druck, Drohungen und Einschränkungen inmitten interner Streitigkeiten um die Kontrolle des Anpassungsfonds. Sie verwies auf den Einfluss von Juliana Guerrero in Institutionen wie dem Verwaltungsdepartement der Präsidentschaft (Dapre) und anderen strategischen Fonds. Rodríguez brachte außerdem den UNGRD-Direktor Carlos Carrillo mit internen Überwachungsmaßnahmen in Verbindung. Carrillo erwiderte, dass die Behauptungen schwerwiegend seien und durch Beweise untermauert werden müssten, wobei er andeutete, dass es sich um eine mediale Strategie handeln könnte. Präsidentschaftskandidaten reagierten prompt. Senatorin Paloma Valencia forderte Schutz für Rodríguez und drängte die Behörden dazu, die Anschuldigungen ernst zu nehmen: „Wir fordern Schutz für Angie Rodríguez, die sehr schwerwiegende Vorwürfe erhebt, und die Behörden müssen diese sehr ernst nehmen.“ Sergio Fajardo bezeichnete die Ereignisse als „einen Korruptionskatalysator“ und forderte die Absetzung der beteiligten Beamten: „Was wir hier sehen, ist ein Katalysator aus Korruption und Missmanagement; der Schaden für das Land ist enorm.“