Ein bus mit norwegischen Austauschschülern stürzte auf der E45 außerhalb von Storuman am Wochenende ab, aber niemand starb bei dem Unfall. Verkehrssicherheitsexperte Ulf Björnstig ist vom Ausgang überrascht und betont die Rolle von Sicherheitsgurten bei der Verhinderung von Todesfällen. Er schlägt technische Lösungen vor, um die Gurtanwendung zu steigern.
Am Wochenende fuhr ein mit Austauschschülern aus Norwegen beladener Bus von der E45 in Storuman ab und kippte in einen Graben. Der Unfall ereignete sich bei rutschigen Winterbedingungen, ein häufiger Auslöser für solche Vorfälle nach Ulf Björnstig, emeritiertem Professor für Chirurgie und Verkehrssicherheitsforscher an der Universität Umeå.
Trotz der Schwere des Unfalls, bei dem der Bus umkippte, überlebten alle Passagiere ohne Todesopfer – ein ungewöhnliches Ergebnis. Björnstig, der an mehreren Busunfalluntersuchungen beteiligt war, merkt an, dass ähnliche Unfälle typischerweise drei bis neun Tote fordern. «Ich bin überrascht, aber es ist äußerst erfreulich, dass es beim Unfall keine Toten gab», sagt er. Er weist darauf hin, dass Opfer oft durch Fenster geschleudert und unter dem Fahrzeug zerquetscht werden.
Die Nutzung von Sicherheitsgurten wird als Schlüsselfaktor für das Überleben hervorgehoben. «Sicherheitsgurte sind absolut das Wichtigste, um tödliche Unfälle zu vermeiden», erklärt Björnstig. Er spekuliert, dass die Passagiere sie möglicherweise trugen, obwohl die Polizei noch untersucht. Ohne Gurte riskieren ungesicherte Reisende Verletzungen durch fallende Passagiere. «Es ist eine unsolidarische Handlung, ohne Gurt zu reisen», fügt er hinzu.
Um die Gurtanwendung zu fördern, schlägt der Experte eine Anzeigeleuchte an den Sitzen vor, die leuchtet, wenn ein Gurt fehlt. «Vielleicht zeigt dieser Unfall, dass Sicherheitsgurte benutzt wurden, da es keine Toten gibt», sagt Björnstig. Statistiken der Universität Umeå und der Unfalluntersuchungskommission zeigen, dass große Busunfälle alle zwei bis drei Jahre in den letzten zwei Jahrzehnten vorkommen.
Die schwedische Verkehrsverwaltung plant eine Untersuchung des Vorfalls, einschließlich Schneeräumung und Rutschschutzmaßnahmen, während die Polizei die Geschwindigkeit des Busses prüft.