Die amerikanische Band Turnstile lieferte am letzten Tag des Lollapalooza Brasil auf dem Autódromo de Interlagos in São Paulo ein intensives Hardcore-Set ab. Das Publikum reagierte trotz Tonproblemen mit Moshpits und bengalischen Feuern. Sänger Brendan Yates widmete 'Blackout' den Fans.
Am Sonntagabend (21.), dem letzten Tag des Lollapalooza Brasil auf dem Autódromo de Interlagos in São Paulo, betrat die aus Baltimore stammende Band Turnstile um 19 Uhr die Budweiser-Bühne, noch vor Tyler the Creator und Lorde. Das Quintett eröffnete mit 'Never Enough' und konzentrierte seine Setlist auf die Alben 'Glow On' (2021) und 'Never Enough', wobei letzteres Grammys für das beste Rockalbum und die beste Metal-Darbietung mit 'Birds' (2026) gewann. Die einzige Ausnahme bildete 'Real Thing' aus 'Time & Space' (2018). Zu den Höhepunkten gehörten 'I Care', 'TLC', 'Seein’ Stars', 'Don’t Play', 'Mystery', 'Blackout' und 'Birds' in der Schlusssequenz. Sänger Brendan Yates rief während 'Blackout': „Und wenn euch das ein Gefühl von Lebendigkeit gibt, dann freue ich mich, es euch zu bieten“. Das junge Publikum füllte den Bereich, zündete bengalische Feuer, bildete Moshpits und warf Bier in die Luft. Die Band, bestehend aus Pat McCrory und Meg Mills (Gitarren), Daniel Fang (Schlagzeug) und Franz Lyons (Bass), lieferte groovigen Hardcore mit Pop- und Elektronikelementen sowie bekenntnishaften Texten. Trotz der Energie ließ die Tonqualität für die Zuschauer, die weiter von den Lautsprechern entfernt standen, zu wünschen übrig. Dies markierte die Rückkehr der Band nach Brasilien nach vier Jahren, seit einem Auftritt im Cine Joia und einem früheren Lolla mit geringerer Zuschauerzahl.