Variety rezensiert Dokumentarfilm „#WhileBlack“ über Polizeigewalt

Ein neuer Dokumentarfilm mit dem Titel „#WhileBlack“, inszeniert von Jennifer Holness und Sidney Fussell, beleuchtet Bürgerjournalismus inmitten von Berichten über Polizeigewalt gegen Schwarze Menschen. Der Film konzentriert sich auf Schlüsselfiguren wie Darnella Frazier und Diamond Reynolds, erntet jedoch Kritik für seine verstreute Struktur. In SXSW vorgestellt, dauert er 84 Minuten und vermeidet aus ethischen Gründen die Darstellung grafischer Aufnahmen.

Der Dokumentarfilm „#WhileBlack“ untersucht Bürgerjournalismus im digitalen Zeitalter und greift auf Vorfälle polizeilicher Gewalt der vergangenen Dekade zurück, darunter die Tötung von George Floyd im Jahr 2020 in Minneapolis, die von der Teenagerin Darnella Frazier gefilmt wurde, sowie die Erschießung von Philando Castile im Jahr 2016, die Diamond Reynolds aus einem Vorort von St. Paul live übertragen hat. Fraziers Video löste weltweite Demonstrationen aus, während Reynolds die Folgen des Todes ihres Freundes festhielt. Der Film beginnt mit angespannten Montagen von Protesten und legt Audiospuren aus Fraziers Aufnahmen über den Ort von Floyds Tod, um traumatische Erinnerung zu evozieren, doch solche Techniken tauchen trotz Erwähnung der Belästigungen und PTBS, denen Frazier anschließend ausgesetzt war, nur sporadisch auf. Die Regisseurinnen Holness und Fussell entscheiden sich dagegen, Aufnahmen von Todesfällen Schwarzer Menschen oder anti-Schwarzer Polizeigewalt zu zeigen – eine Entscheidung, die als ethisch lobenswert gilt, um morbides Spektakel zu vermeiden. Diese Wahl lässt die 84-minütige Laufzeit jedoch steril und akademisch wirken, mit Gesprächspartnern, die Themen wie die Rolle sozialer Medien bei der Dokumentation von Ungerechtigkeiten, das Eigentum an digitalen Aufnahmen, Werbeeinnahmen aus solchen Videos, reparative Journalistik und Sousveillance – das Beobachten der Beobachter – besprechen, ohne tiefgehende Auseinandersetzung. Interviews mit Frazier und Reynolds liefern nüchterne Rückblenden auf ihre Erlebnisse, doch der Film hält einen lockeren Ton bei, der emotionale Tiefe oder audiovisuelle Kontraste einschränkt, um psychologische Auswirkungen zu ergründen. An der Produktion beteiligt waren Mitwirkende von Fathom Film Group, Firelight Media und anderen, mit Auftritten von Safiya Noble, Allissa Richardson, Matthew Cagle und Matthew Mitchell. In der SXSW Documentary Feature Competition rezensiert, berührt der Film Aktivistengruppen, Bürgerrechtsanwälte und Politiker, quetscht jedoch mehrere Ideen in ein kurzes Format, was zu fehlendem dramatischem Schwung und bleibendem Eindruck führt.

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