Der Batteriehersteller Varta hat am Freitag ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.
Der traditionsreiche Hersteller aus Ellwangen stellte den Antrag beim Amtsgericht Stuttgart. Das Verfahren soll eine nachhaltige Fortführung des Geschäftsbetriebs ermöglichen. Das Unternehmen betonte, dass keine akute Zahlungsunfähigkeit im laufenden Betrieb vorliegt.
Das Geschäft mit Haushaltsbatterien bleibt von dem Verfahren unberührt. Das Gericht bestellte den Rechtsanwalt Tobias Wahl von der Kanzlei Anchor zum vorläufigen Sachwalter. Wahl sieht in den Restrukturierungsmaßnahmen eine Chance für eine tragfähige Lösung.
Varta verwies auf komplexe Konzernstrukturen und eine strukturelle Finanzierungslücke auf Ebene der Muttergesellschaft. Diese Lücke betrifft insbesondere die Entwicklung ab 2027 und führte zur Antragstellung.