Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat zugesagt, Vorwürfe zu prüfen, dass Skispringer sich Hyaluronsäure in die Penisse spritzen, um vor den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina einen aerodynamischen Vorteil zu erlangen. Die skurrilen Behauptungen, erstmals im Januar von der deutschen Zeitung Bild berichtet, deuten darauf hin, dass die Injektionen die Genitalien vorübergehend vergrößern, um lockerere Anzüge wie Segel zu nutzen. Keine Athleten wurden benannt, doch Beamte signalisierten Bereitschaft, zu klären, ob die Praxis Anti-Doping-Regeln verletzt.
Die Vorwürfe tauchten letzten Monat in der Bild auf, unter Berufung auf den Medizin-Experten Dr. Kamran Karim, leitenden Berater am Maria-Hilf-Krankenhaus in Krefeld, Deutschland. Er erläuterte, dass Injektionen von Paraffin oder Hyaluronsäure eine vorübergehende optische Verdickung des Penis erzeugen könnten, jedoch keine Verlängerung, und warnte vor Gesundheitsrisiken, da solche Eingriffe medizinisch nicht begründet sind. Der angebliche Vorteil bezieht sich auf Skispring-Regeln, bei denen Anzüge mit 3D-Scannern vermessen werden, um Fairness zu gewährleisten. Eine größere Messung im Schrittbereich erlaubte einen sackigeren Anzug, der potenziell die Sprungweite durch mehr Luftfang erhöht. Eine Studie im Journal Frontiers, veröffentlicht im Oktober 2025, ergab, dass eine 2-cm-Anpassung der Anzuggröße 5,8 Meter zum Sprung hinzufügen könnte. Auf einer Pressekonferenz in Mailand am Donnerstag sprach WADA-Präsident Witold Banka die Vorwürfe humorvoll an und wies auf die Beliebtheit des Skispringens in Polen hin. „Skispringen ist in Polen sehr populär, daher verspreche ich, dass ich es mir ansehen werde“, sagte er. Generaldirektor Oliver Niggli ergänzte, WADA würde jeden Beweis prüfen, auch wenn die Spezifika unbekannt seien. „Ich kenne die Details des Skispringens und wie es verbessert werden kann nicht, aber wenn etwas auftaucht, würden wir alles untersuchen, wenn es dopingrelevant ist“, erklärte Niggli. Er betonte, dass der Listen-Ausschuss von WADA prüfen könne, ob die Methode dem ‚Geist des Sports‘ widerspricht. Die Geschichte entfaltet sich inmitten jüngster Kontroversen im Skispringen. Im Januar 2026 verhängten norwegische Behörden 18-monatige Sperren gegen zwei Trainer und einen Ausrüstungsleiter wegen Manipulation von Anzügen bei den Nordischen Ski-WM 2025 in Trondheim. Die Athleten Marius Lindvik und Johann Andre Forfang, beide Olympiamedailisten, erhielten dreimonatige Sperren, obwohl sie Unwissenheit über die Änderungen beteuerten, die illegale Nähte im Schrittbereich zur Aerodynamikverbesserung umfassten. WADA hat keine formellen Beschwerden erhalten, ist aber bereit, bei Auftauchen von Beweisen zu handeln, was die anhaltende Wachsamkeit in Wintersportarten vor den Olympischen Spielen unterstreicht.