Skispringer auf dem Weg zu den Olympia-Spielen 2026 in Milano Cortina treten in Willingen, Deutschland, an, um moralstärkende Siege im letzten Weltcup vor Italien zu feiern. Das Event umfasst ein Mixed-Team-Wettbewerb gefolgt von individuellen Frauen- und Männerwettkämpfen. Führende Athleten wie Nika Prevc und Domen Prevc aus Slowenien stehen an der Spitze der starken Felder.
Der FIS-Skispringen-Weltcup in Willingen, Deutschland, ist die letzte Gelegenheit für Olympia-Kandidaten, ihre Fähigkeiten vor den Milano-Cortina-2026-Winterspielen zu verfeinern. Der Wettkampf beginnt am Freitag, den 30. Januar 2026, mit einem Mixed-Team auf der Großschanze um 16:10 CET, gefolgt von Frauen- und Männer-Einzel-Großschanze am Samstag, 31. Januar, und Sonntag, 1. Februar. Qualifikationen und Trainingssessions gehen den Hauptsprüngen voraus. Im Männerfeld tritt Sloveniens Domen Prevc als Favorit an, mit 467 Punkten Vorsprung in der Gesamtweltcup vor Japans Ryoyu Kobayashi. Prevc holte kürzlich den Weltmeistertitel im Skifliegen in Oberstdorf, ergänzt durch Großschanzen-Gold aus Trondheim 2025. Der regierende Olympiasieger Marius Lindvik aus Norwegen zeigte starke Form mit Platz zwei in Oberstdorf, seinem ersten Podium der Saison. „Das verspricht Gutes für eine besonders wichtige Phase der Saison“, merkte Norwegens Sportdirektor Jan-Erik Aalbu an. Deutschland nominiert 12 Springer mit Philipp Raimund an der Spitze, dem besten der Saison. „Ich freue mich unglaublich auf Willingen; es ist einfach einer der coolsten Wettkämpfe, die wir in Deutschland haben“, sagte Raimund. Der Männernationaltrainer Stefan Horngacher betonte die Rolle des Events in den Endvorbereitungen: „Die Jungs sind hochmotiviert, und wir fahren mit gutem Gefühl nach Willingen.“ Auf der Damen-Seite dominiert Sloveniens Nika Prevc mit acht Siegen in den letzten zehn Weltcup-Stationen, inklusive zwei aktuellen in Sapporo. Sie teilt den Rekord von 18 Karriere-Siegen mit Japans Sara Takanashi und jagt den 19. an neuem Ort. Ihr bestes Ergebnis in Willingen ist Platz zwei aus 2024. Deutsche Hoffnungen ruhen auf der ausscheidenden zweifachen Olympia-Silbermedaillengewinnerin Katharina Schmid, Selina Freitag und Agnes Reisch, trotz fehlender nationaler Siege diese Saison. Schmid, zuletzt siegreich Anfang Januar 2024, äußerte Begeisterung: „Ich freue mich riesig auf Willingen, meinen letzten Heim-Weltcup.“ Freitag hoffte auf günstiges Wetter, Reisch auf Begeisterung durch große Zuschauerzahlen und die Schanze, die zu ihrem Stil passt. Deutsche Springer haben diese Saison 17 Weltcup-Podien, aber keine Siege geholt, weshalb Heim-Erfolge auf der Mühlenkopfschanze ein zentrales Ziel sind.