Ein von Wallenberg Investments geführtes Konsortium hat 15 Milliarden Kronen in den krisengeschüttelten Stahlhersteller Stegra investiert. Die Finanzspritze ebnet den Weg zur Fertigstellung des fossilfreien Stahlwerks in Boden und verringert das Insolvenzrisiko. Wallenberg wird neuer Hauptanteilseigner, Leif Johansson übernimmt den Vorsitz im Verwaltungsrat.
Am Dienstagmorgen gab Stegra bekannt, dass ein von Wallenberg Investments geführtes Konsortium 15 Milliarden Kronen investiert. Die Mittel stammen von Wallenberg Investments (2,7 Milliarden), dem singapurischen Staatsfonds Temasek, der mit der IKEA-Gründerfamilie Kamprad verbundenen IMAS-Stiftung sowie Altor, Hy24 und Just Climate. Das Konsortium wird damit größter Anteilseigner des Unternehmens, das bereits 45 Milliarden Kronen in das Werk in Boden investiert hat, welches nun zu 60 Prozent fertiggestellt ist. Die Banken ziehen mit, und das Investment sichert laut Unternehmensangaben die vollständige Finanzierung des Bauprojekts. Harald Mix, der bisher hinter Stegra und Northvolt stand, zieht sich aus der operativen Führung zurück, bleibt jedoch Minderheitsaktionär. Leif Johansson, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von AstraZeneca und Ericsson, wird neuer Verwaltungsratsvorsitzender. Håkan Buskhe, ehemaliger CEO von Saab und Leiter der Investmentgesellschaft der Wallenbergs, tritt ebenfalls dem Gremium bei. „Wir sind von der Wettbewerbsfähigkeit von Stegra und der kommerziellen Attraktivität von grünem Stahl überzeugt, die über die bloßen Klimavorteile hinausgeht“, erklärte Leif Johansson in einer Pressemitteilung. Die schwedische Energie- und Wirtschaftsministerin Ebba Busch (KD) bezeichnete den Einstieg des neuen Kapitals als „Signal der Stärke“. Die Investition verhindert einen Zusammenbruch nach dem Vorbild von Northvolt kurz vor den Wahlen und stärkt laut den Investoren Schwedens Industrieposition. Die staatliche Behörde Riksgälden unterstützte das Unternehmen während der Verhandlungen dabei, zahlungsfähig zu bleiben.