Ein 13-jähriger Schüler des Instituto São José in Rio Branco, Acre, hat am Dienstagmorgen (5. Mai 2026) einen Amoklauf begangen, bei dem zwei Aufsichtspersonen getötet und weitere Personen verletzt wurden. Der Jugendliche benutzte die Waffe seines Stiefvaters und wurde noch am Tatort festgenommen. Der Unterricht wurde im gesamten staatlichen Schulnetz für drei Tage ausgesetzt.
Der Angriff ereignete sich am Instituto São José in der Rua Benjamim Constant in Rio Branco und forderte das Leben von Alzenir Pereira da Silva (53) und Raquel Sales Feitosa (36), die noch am Tatort starben. Die Regierung von Acre teilte mit, dass vier Personen getroffen wurden: drei Mitarbeiter und ein Schüler; die Verletzten wurden in die Notfallversorgung gebracht. Die Militärpolizei berichtete, dass der Jugendliche in einem Korridor in der Nähe des Direktorenzimmers das Feuer eröffnete und sich anschließend ergab, wobei er zwei weitere geladene Magazine bei sich trug.
Der Täter benutzte eine Pistole seines Stiefvaters, der in einer Quelle als Polizeibeamter und in einer anderen als Anwalt beschrieben wurde. Der Stiefvater wurde zur Befragung festgenommen und die Waffe beschlagnahmt. Die Zivilpolizei hat eine Untersuchung zu Motiv, Hergang und Haftungsfragen eingeleitet, wobei Mobbing vom Jugendlichen als Grund genannt, aber bisher nicht bestätigt wurde.
Eltern und Zeugen zeigten sich verzweifelt. „Ich hatte das Gefühl, der Boden unter mir verschwindet. Man denkt nie, dass so etwas passiert“, sagte Joelma Soares de Souza, Mutter eines Schülers. Der Besitzer eines nahegelegenen Reifengeschäfts, Jeziel Frota, eilte herbei, um seinen Sohn zu retten: „Ich ließ meinen Teller mit Essen fallen und rannte los, um meinen Sohn zu retten.“ Ein Schüler berichtete, dass die Schüsse aufgrund von Renovierungsarbeiten an der Schule zunächst für Baulärm gehalten wurden.
Die Regierung setzte den Unterricht landesweit für drei Tage aus, bot psychosoziale Unterstützung an und drückte ihr Mitgefühl aus. Die Stadtverwaltung von Rio Branco bezeichnete den Vorfall als „tragischen Übergriff“. Das Gericht von Acre betonte den Schutz der Persönlichkeitsrechte Minderjähriger gemäß dem Kinder- und Jugendschutzgesetz (ECA).