Festnahmen und neue Anzeigen im Fall von Gruppenvergewaltigung in Rio

Zwei Verdächtige stellten sich der Polizei in einem Gruppenvergewaltigungsfall an einem 17-jährigen Mädchen in Copacabana, Rio de Janeiro, am 31. Januar. Die Ermittlungen decken einen geplanten Hinterhalt durch den Ex-Freund des Opfers auf, an dem andere Jugendliche beteiligt waren. Neue Anzeigen gegen die Gruppe sind eingegangen, was weitere Untersuchungen nach sich zieht.

Die Gruppenvergewaltigung ereignete sich am 31. Januar 2024 in einer Wohnung in der Rua Ministro Viveiros de Castro in Copacabana, südliche Zone von Rio de Janeiro. Das Opfer, ein 17-jähriges Mädchen, wurde durch dringende Nachrichten ihres Ex-Freundes, eines 17-jährigen Minderjährigen, mit dem sie von 2023 bis 2024 eine Beziehung hatte, an den Ort gelockt. Bei ihrer Ankunft wurde sie in die Wohnung gebracht, wo sie zunächst eingewilligt hatte, mit ihrem Ex-Freund Sex zu haben, doch das Zimmer wurde von anderen Jugendlichen gestürmt, die trotz ihrer Ablehnung darauf bestanden, mitzumachen. Die Polizei berichtet, dass das Opfer im Zimmer eingeschlossen, physisch misshandelt – einschließlich Haarziehen und eines Tritts in den Bauch – und etwa eine Stunde lang gezwungenen sexuellen Handlungen unterzogen wurde. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung bestätigte Verletzungen wie Prellungen, Schürfwunden und Blutungen. Sicherheitskameras zeichneten Bewegungen im sechsten Stock im Flur zwischen 19:24 Uhr und 20:42 Uhr auf, die das Eintreffen der Verdächtigen und den gequälten Abgang des Opfers zeigen, gefolgt von Gesten des Minderjährigen, die als Jubel interpretiert wurden. Fünf Jugendliche stehen unter Untersuchung: João Gabriel Xavier Bertho, 19; Vitor Hugo Oliveira Simonin, 18; Mattheus Veríssimo Zoel Martins, 19; Bruno Felipe dos Santos Allegretti, 18; und der 17-jährige Minderjährige. Am 3. März stellten sich Mattheus und João bei den Polizeistationen in Copacabana bzw. Botafogo, wo die Untersuchungshaftbefehle vollstreckt wurden. Vitor Hugo, Bruno und der Minderjährige sind noch flüchtig oder nicht ausfindig gemacht. Das Gericht ordnete Untersuchungshaft für die vier Volljährigen wegen qualifizierter Vergewaltigung in Mittäterschaft an; der Minderjährige wird wegen eines äquivalenten Jugenddelikts verfolgt. Die Zivilpolizei leitete am 28. Februar die Operation Não é Não ein, um Haftbefehle zuzustellen, fand die Verdächtigen zunächst jedoch nicht. Zwei neue Anzeigen sind hinzugekommen: eine wegen Vergewaltigung 2023 gegen die Gruppe mit Filmaufnahmen zur Einschüchterung und eine weitere am 3. März gegen Vitor Hugo. Die Ermittlungen laufen weiter am Colégio Pedro II, das einige Verdächtige besuchen. Die Mutter des Opfers sagte in einem Interview mit TV Globo, ihre Tochter fühle sich schuldig und beschämt und habe sogar Suizidgedanken wegen Angst vor Verurteilung gehabt. „Sie sagte ‚nein‘, und sie hätten das respektieren sollen. Sie beginnt zu erkennen, dass sie nicht schuld ist“, erklärte sie. Konsequenzen umfassen die Abberufung des Vaters von Vitor Hugo aus einer Regierungsstelle, die Suspendierung von João Gabriel bei Serrano FC, Ausschlussverfahren gegen Vitor Hugo und den Minderjährigen vom Colégio Pedro II sowie eine 120-tägige Sperre für Bruno an der Unirio, die Solidarität mit Opfern bekundete. Informationen über Flüchtige können an Disque Denúncia gemeldet werden.

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