März 2026 markiert den 130. Jahrestag der Schlacht von Adwa, eines entscheidenden Ereignisses in der äthiopischen und globalen Geschichte. Am 1. März 1896 besiegten äthiopische Truppen unter der Führung von Kaiser Menelik II eine italienische Kolonialarmee während des Wettlaufs um Afrika. Dieser Sieg stellte koloniale Narrative in Frage, obwohl die Berichterstattung westlicher Medien oft Vorurteile widerspiegelte.
Die Schlacht von Adwa stellt einen Meilenstein in der äthiopischen Geschichte dar, wo Truppen unter Kaiser Menelik II am 1. März 1896 einen italienischen Kolonialvormarsch abwehrten. Dieser Triumph störte Narrative europäischer Dominanz und rassischer Überlegenheit während des Wettlaufs um Afrika. Dennoch betonten Berichte westlicher Medien oft die italienischen Verluste und stellten Äthiopien als unerwarteten Ausreißer dar, beeinflusst von rassespezifischen Vorurteilen der Epoche. 40 Jahre später, im Jahr 1935, fiel das faschistische Italien unter Benito Mussolini in Äthiopien ein, um die Niederlage von Adwa zu rächen und den Einfluss auszudehnen. Italienische Truppen setzten überlegene mechanisierte Kräfte, Luftangriffe und chemische Waffen wie Senfgas ein, verletzten internationales Recht und zielten auf Zivilisten. Äthiopien suchte Hilfe beim Völkerbund, doch die Sanktionen erwiesen sich als schwach und ungleichmäßig inmitten geopolitischer Zögern. Die Berichterstattung der westlichen Presse variierte: Einige stellten die Invasion als zivilisierenden Einsatz oder strategischen Schachzug dar und spielten das äthiopische Leid zugunsten europäischer Diplomatie herunter. Die äthiopische Verteidigung wurde gelegentlich als veralteter Widerstand gegen den Fortschritt gezeigt. Gegenstimmen antifaschistischer Reporter hoben Gräueltaten hervor und rahmten den Konflikt als internationale moralische Herausforderung. Eine amharische Ansprache von Kaiser Haile Selassie an den Völkerbund aus dem Jahr 1936 ist in Videoform erhalten. Adwa symbolisiert äthiopische Einheit und Entschlossenheit, während die Invasion von 1935 die Widerstandsfähigkeit inmitten globalen Verrats unterstreicht. In der heutigen Medienlandschaft regen diese Ereignisse zu Reflexionen über Narrativkontrolle, Repräsentation und historische Gerechtigkeit an.