Ein Meinungsartikel in Capital Ethiopia warnt, dass westliche Mächte durch Schulden, Handel und Technologie einen neuen Raubzug um Afrika betreiben. Er beschreibt dies als Rekolonisation, getarnt als Entwicklung. Der Artikel fordert panafrikanische Einheit, um diesen Einflüssen entgegenzuwirken.
Ein Meinungsartikel, veröffentlicht am 10. Februar 2026 in Capital Ethiopia, argumentiert, dass die USA, die EU, der IWF und die Weltbank finanzielle und politische Kontrollen über Afrika unter dem Deckmantel der Entwicklung ausüben. Er vergleicht dies mit der Berliner Konferenz von 1884, jedoch aktualisiert mit modernen Werkzeugen wie Schulden und digitaler Überwachung. Der Beitrag hebt die Strukturanpassungsprogramme des IWF und der Weltbank hervor, die die Volkswirtschaften von Äthiopien, Sambia und Ghana getroffen haben. Diese Programme verlangen Kürzungen bei öffentlichen Dienstleistungen, Privatisierung staatlicher Vermögenswerte an westliche Unternehmen und Währungsabwertung zugunsten von Exporten. Ressourcen wie Sambias Kupfer, Kobalts aus der DRK und Nigérias Öl fließen in den Westen, während die Einheimischen leiden. Im Handel kritisiert der Artikel den African Growth and Opportunity Act (AGOA) und die EU-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs) dafür, dass sie afrikanische Märkte mit subventionierten westlichen Waren überschwemmen und lokale Industrien schädigen. Der EU-Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), wirksam ab 2026, wird als Einfuhrzölle auf kohlenstoffintensive afrikanische Importe wie Zement und Stahl beschrieben. In der Technologie wird bemerkt, dass Dienste wie Starlink Daten sammeln und als Afrikas «neues Öl» agieren. Der Artikel weist auf Afrikas strategische Vermögenswerte hin: 30 % der globalen Mineralien für den Energiewandel, 60 % ungenutztes Ackerland und eine prognostizierte Jugendbevölkerung von 1,2 Milliarden bis 2050. Die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA) schafft einen Markt von 3,4 Billionen Dollar. Er fordert panafrikanische Einheit durch Schuldenprüfungen, Handelsdurchsetzung, Technologieunabhängigkeit, Ressourcennationalismus und kulturelle Erhaltung zur Erreichung der Souveränität.