Auf COMESA entfallen 67% der afrikanischen FDI-Ströme

Heba Salama, CEO der COMESA Regional Investment Agency, hob auf dem zweiten COMESA Investment Forum 2026 in Nairobi das starke Wachstum ausländischer Direktinvestitionen in den COMESA-Mitgliedstaaten hervor. Sie betonte die steigende Attraktivität der Region als globales Investitionsziel.

Auf der Eröffnungssitzung des zweiten COMESA-Investitionsforums 2026 in Nairobi berichtete Heba Salama, Geschäftsführerin der COMESA Regional Investment Agency, dass die Zuflüsse ausländischer Direktinvestitionen (ADI) in die COMESA-Mitgliedstaaten laut UNCTAD COMESA Investment Report 2025 im Jahr 2024 um 154 % auf einen Rekordwert von 65 Mrd. USD gestiegen sind. Dieses Wachstum wurde teilweise durch Großprojekte wie Ägyptens Ras El Hekma angetrieben, aber auch ohne diese Projekte stiegen die Zuflüsse um 16 %, was ein Zeichen für das breite Vertrauen der Investoren ist. Der Anteil der COMESA an den weltweiten ausländischen Direktinvestitionen verdoppelte sich auf 4 %, ihr Anteil an den ausländischen Direktinvestitionen der Entwicklungsländer stieg auf 7 %, und sie vereinnahmt nun etwa 67 % der gesamten ausländischen Direktinvestitionen in Afrika. Die internationale Projektfinanzierung in der Region verdoppelte sich nahezu auf 79 Mrd. USD, wobei die Investitionen auf der grünen Wiese mit 77 Mrd. USD stabil blieben. Dennoch konzentrieren sich die Ströme weiterhin auf Ägypten, Äthiopien, Uganda, die Demokratische Republik Kongo und Kenia. Salama hob sektorale Verschiebungen hervor: Die Bauinvestitionen stiegen um fast das Fünffache, Energie und Gas um 22%, erneuerbare Energien um 67% und Gesundheit und Bildung um 130%. Agrar- und Ernährungswirtschaft, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie Verkehrsinfrastruktur hinken hinterher. "Afrika ist kein riskantes Ziel - Afrika ist auf dem Vormarsch", erklärte sie und rief zu einem Wahrnehmungswandel auf. Um die Dynamik aufrechtzuerhalten, nannte sie folgende Prioritäten: Stärkung der produktiven Sektoren und des verarbeitenden Gewerbes, der digitalen Infrastruktur, des Bildungs- und des Gesundheitswesens sowie eine bessere Politik und Daten für die Stabilität der Investoren. Das Forum zielt darauf ab, Partnerschaften zu fördern und Wachstum freizusetzen.

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