Die University of the Witwatersrand hat ein neues Forschungszentrum eröffnet, um Spekulationen über Afrikas unterirdische Schätze in solide Daten umzuwandeln und potenziell Explorationsinvestitionen anzukurbeln. Im November 2025 gestartet, zielt das African Research Centre for Ore Systems Science darauf ab, die Lücke zwischen veralteten Schätzungen und tatsächlichen Mineralvorkommen zu schließen. Diese Initiative fällt mit Diskussionen auf der Mining Indaba 2026 zusammen, die sich auf die Belebung des rückständigen Explorationssektors Afrikas konzentrieren.
Afrika wird geschätzt, etwa 30 % des weltweit bekannten Mineralreichtums zu beherbergen, aber diese Zahl basiert auf alten und lückenhaften Daten, was sie weitgehend spekulativ macht. Glen Nwaila, Direktor des African Research Centre for Ore Systems Science an der University of the Witwatersrand (Wits), bemerkte: „Es ist spekulativ. Es könnte mehr als 30 % sein, aber niemand weiß es.“ Der Kontinent erhält nur etwa 10 % der globalen Explorationsausgaben, größtenteils von Junior-Minern, trotz seines riesigen geologischen Potenzials. Um dies zu beheben, hat Wits das Zentrum und das Earth Observatory im November 2025 im historischen Bergbauviertel von Johannesburg eröffnet. Die Einrichtungen umfassen fortschrittliche Werkzeuge für geoanalytische Techniken wie Probenvorbereitung, Geometallurgie, Isotopenanalyse und geophysikalische Studien. Nwaila erklärte bei einer Führung: „Der Kern des Labors ist es, die Exploration zu vereinfachen und uns zu sagen, was wir haben und wo es liegt.“ Das Earth Observatory verfügt über ein Massenspektrometrie-Labor, das Gesteine datiert und geologische Modelle erstellt und wie ein forensisches Labor funktioniert, um zukünftige Suchen zu leiten. Explorationsausgaben in Afrika sind von 16 % des globalen Gesamten im Jahr 2004 auf 10,4 % im Jahr 2024 gesunken, hinter Australien (19,8 %) und Kanada (15,9 %) zurückbleibend, obwohl Afrika den höchsten Return on Investment von 0,8 pro ausgegebenem Dollar bietet. Politische Risiken, Konflikte wie die Aufstandsbewegung in Mosambiks Cabo Delgado – wo die Exploration von 25,5 Millionen Dollar im Jahr 2014 auf 1,4 Millionen Dollar im Jahr 2024 fiel – und politische Unsicherheiten in Südafrika behindern den Fortschritt. In Südafrika ist der Anteil an der globalen Exploration auf 1 % von über 5 % vor zwei Jahrzehnten gesunken aufgrund von Antragsrückständen und der verzögerten Implementierung des Mining Cadastre. Positive Entwicklungen umfassen die jüngsten Reformen in Sambia unter Präsident Hakainde Hichilema und die 500.000-Dollar-Investition von BHP in Projekte von Orion Minerals im Northern Cape. Auf der 2026 Investing in African Mining Indaba in Kapstadt bleibt Exploration ein zentrales Thema und betont ihre Rolle beim Freisetzen kritischer Mineralien für die Weltwirtschaft.