Bericht des Minerals Council beleuchtet Probleme des südafrikanischen Junior-Bergbausektors

Ein neuer Bericht des Minerals Council South Africa hebt die gravierenden Herausforderungen für den Junior-Bergbausektor des Landes hervor und stellt fest, dass illegale Betriebe leichter zu führen sind als legale. Das Dokument nennt einen Mangel an Investitionen in die Exploration, kriminelle Bedrohungen und regulatorische Hürden als wesentliche Hindernisse. Es warnt davor, dass ohne Unterstützung das Potenzial des Sektors für Arbeitsplätze und Wachstum ungenutzt bleibt.

Der Minerals Council South Africa hat diese Woche einen Bericht veröffentlicht, der die Einschränkungen für Junior-Bergbauunternehmen und aufstrebende Bergbauunternehmen untersucht. Diese Unternehmen seien von entscheidender Bedeutung für die Exploration und böten Möglichkeiten für historisch benachteiligte Gruppen, so der Bericht. Schätzungen zufolge könnte ein florierender Sektor in den nächsten zehn Jahren 50.000 direkte und 350.000 indirekte Arbeitsplätze schaffen.

Junior-Bergbauunternehmen kämpfen gegen illegale Aktivitäten, die vor Ort als „zama zamas“ bekannt sind. „Es ist einfacher, einen illegalen Kleinbetrieb zu führen, als alle rechtlichen Anforderungen zu erfüllen, und illegale Bergleute müssen mit wenigen oder gar keinen Konsequenzen rechnen“, stellt der Bericht fest. Im Jahr 2024 entfielen 77 % der 2.065 Bergbaulizenzen und Genehmigungen auf Junior-, Klein- oder Kleinstbergbauunternehmen, die jedoch nur 11 % des Umsatzes erwirtschafteten.

An der Johannesburger Börse sind lediglich 12 Junior-Bergbauunternehmen mit einer Marktkapitalisierung von unter 1 Milliarde Rand gelistet, verglichen mit 883 an der Toronto Stock Exchange und 720 in Australien. Die Explorationsausgaben sind von über 8 % des weltweiten Gesamtvolumens im Jahr 2001 auf weniger als 1 % im Jahr 2025 eingebrochen. Das Fehlen eines funktionierenden Bergbaukatastersystems verschärft die Probleme, im Gegensatz zu Nachbarländern wie Botswana und Namibia.

Organisierte Kriminalitätssyndikate kapern Bergwerke mit schwerem Gerät, was die Unternehmen dazu zwingt, private Sicherheitsdienste einzustellen. „Die Bedrohungen sind nicht länger klein und willkürlich; sie sind hochgradig organisiert“, heißt es in dem Bericht. Ausländische Investoren führen Kriminalität und sich überschneidende Lizenzen als Abschreckungsgründe an.

Zu den Empfehlungen gehören die Reaktivierung von über 30 stillgelegten Bergwerken, die Einführung von Kanadas Anreizsystem für Flow-Through-Aktien für JSE-Notierungen sowie die endgültige Einführung des Katasters.

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