Sébastien Lecornu hat angekündigt, dass 294 Gemeinden im Westen Frankreichs nach den Überschwemmungen der vergangenen zwei Wochen als Naturkatastrophengebiet anerkannt werden. Unter ihnen befinden sich 63 in Lot-et-Garonne, 77 in Maine-et-Loire und 91 in Gironde. Die Regierung gelobt volle Mobilisierung zur Unterstützung der betroffenen Bürgermeister und Bewohner.
Sébastien Lecornu, Minister für ökologischen Wandel, kündigte am 24. Februar 2026 an, dass 294 Gemeinden als Naturkatastrophengebiet anerkannt werden nach den starken Überschwemmungen, die den Westen Frankreichs in den vergangenen zwei Wochen heimsuchten. Diese Entscheidung folgt auf eine Sitzung einer speziellen Kommission, in der die ersten Akten der betroffenen Gemeinden geprüft wurden. Unter diesen Gemeinden liegen 63 in Lot-et-Garonne, 77 in Maine-et-Loire und 91 in Gironde, präzisierte Lecornu auf der Plattform X. „77 Akten sind vertagt, um den Gemeinden die Vervollständigung ihrer Unterlagen zu ermöglichen; sie werden in den Kommissionen am 3. und 10. März erneut geprüft“, fügte er hinzu. Das Dekret zur Anerkennung des Naturkatastrophenzustands werde am nächsten Tag veröffentlicht, schloss er ab und betonte: „Die Regierung bleibt voll mobilisiert an der Seite der Bürgermeister und Bewohner, die von den Überschwemmungen betroffen sind“. Diese Maßnahme folgt auf ein Versprechen der Regierung für schnelle Entschädigungen, das Ende vergangener Woche gegeben wurde. Die Rekordserie von 40 aufeinanderfolgenden Regentagen in Frankreich endete am Montag, doch die Überschwemmungen halten trotz Anzeichen einer Besserung an. Laut Météo-France begann die Höchststufe der Warnung vor 14 Tagen in Gironde und Lot-et-Garonne, bevor sie sich nach Norden auf Loire-Atlantique ausdehnte. Am Dienstagnachmittag galt weiterhin die rote Überschwemmungswarnung in Charente-Maritime und Maine-et-Loire, während Charente und Loire-Atlantique auf Orange standen. Sarthe ist auf Gelb herabgestuft worden. Vigicrues gibt an, dass das Ausbleiben nennenswerter Niederschläge bis Donnerstag zu einem allmählichen Rückgang der Wasserstände an den meisten Flüssen führt, obwohl das Risiko von Überläufen in Bereichen mit Orange- oder Roter Warnstufe besteht.