Sturm Ingrid hat Finistère getroffen und schwere Überschwemmungen sowie über 150 Feuerwehreinsätze verursacht. Ein TER-Zug von Brest nach Quimper prallte gegen einen auf die Gleise gefallenen Baum und verletzte mehrere Passagiere. Nebenstraßen wurden gesperrt und Seeverbindungen abgesagt.
Sturm Ingrid, der als „Wetterbombe“ beschrieben wird, fegte über die Bretagne und brachte Finistère, Morbihan und Ille-et-Vilaine unter orange Vigilanz von Météo-France am 24. Januar 2026. Seit Mittwoch haben sintflutartige Regenfälle erhebliche Überschwemmungen verursacht, besonders in Quimperlé. In Finistère führte der SDIS 29 150 wetterbedingte Einsätze durch, darunter 71 wegen Baumfällen oder -gefahren sowie herabgefallener Stromleitungen und 60 wegen Überschwemmungen, berichtet Le Télégramme. Am Samstag wurden mehrere Nebenstraßen wegen Überschwemmungen oder Hindernissen gesperrt, wie auf der Website Inforoute 29 angegeben. Autofahrer werden aufgefordert, Umleitungen zu befolgen. Zudem wurden heute Morgen mehrere Fährverbindungen und Flüge ab Brest abgesagt. Am Freitag, dem 23. Januar, gegen 17:30 Uhr prallte ein BreizhGo TER mit 200 Passagieren von Brest nach Quimper gegen einen fast 20 Meter langen Baum, der auf die Gleise gestürzt war. „Ein Ast traf das Fenster und ließ es von innen explodieren“, berichtete Noa, 20, ein Passagier, dessen Sitznachbar durch Glasscherben im Gesicht verletzt und von der Feuerwehr evakuiert wurde. „Wir hörten einen lauten Knall, der Aufprall war ziemlich heftig, als ob der Zug entgleisen würde“, ergänzte Larry, ein weiterer Fahrgast. Mindestens fünf Personen wurden verletzt, etwa 60 Feuerwehrleute mit 20 Fahrzeugen wurden mobilisiert. Der Zug stand drei Stunden, nahm um 20:30 Uhr mit reduzierter Geschwindigkeit die Fahrt wieder auf und erreichte Quimper mit über vier Stunden Verspätung. Andere Züge auf der Linie Quimper-Landerneau hatten Verspätungen oder Ausfälle bis 20:30 Uhr. Der Sturm zieht ab, doch seine Nachwirkungen bestehen; bei Fahrten wird Vorsicht empfohlen.