Das Sturmtief „Elli“ hat am Freitag über Schleswig-Holstein hinweggezogen und Schneeverwehungen sowie Hochwasser verursacht. Die Wetterlage führt weiterhin zu Einschränkungen im Zugverkehr, während arktisch kalte Luft für Frost sorgt. Warnungen des Deutschen Wetterdienstes wurden größtenteils aufgehoben, gelten aber an der Westküste weiter.
Das Sturmtief „Elli“ zog am Freitag über Schleswig-Holstein und Hamburg hinweg und führte zu Schneeverwehungen, Hochwasser, zahlreichen Unfällen und Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete eine kalte polare Luftmasse, die winterliche Bedingungen verursacht. Am Samstagmorgen wurden Unwetterwarnungen vor starken Schneeverwehungen und Sturmböen für weite Teile aufgehoben, bleiben jedoch an der Westküste bestehen.
Die Auswirkungen auf den Bahnverkehr halten an. Die Deutsche Bahn (DB) kündigte Ausfälle und Verspätungen im Regionalverkehr bis voraussichtlich zum 12. Januar an. Der Fernverkehr in Norddeutschland war am Samstag zunächst eingestellt und rollt langsam wieder an, nicht jedoch auf Strecken wie Kopenhagen-Hamburg oder Westerland/Kiel-Hamburg. Betroffene Regionalstrecken umfassen RE6 (Westerland-Hamburg-Altona, wieder aufgenommen mit möglichen Verspätungen), RB62 (Heide-Itzehoe, 2-Stunden-Takt), RE7/RE70 (Flensburg/Kiel-Hamburg, teilweise mit Umstieg in Neumünster) und weitere.
Die Nordbahn hat den Betrieb auf den meisten Linien nach Überprüfungen wieder aufgenommen, Einschränkungen bestehen an der Westküste. Ausfälle gelten weiter für RB63 (Büsum-Heide-Neumünster) und RB64 (Husum-Bad St. Peter-Ording). Erixx meldete planmäßigen Betrieb, während AKN auf Linien A1, A2 und A3 Einschränkungen erwartet, inklusive fehlendem 10-Minuten-Takt auf A1 am 12. Januar. Die NEG warnt vor Verspätungen auf RB65 (Niebüll-Dagebüll) und RB66 (nach Dänemark).
Für die Nacht zu Sonntag sind Niederschläge erwartet, die in Niedersachsen und Hamburg vorübergehend in Regen übergehen könnten. Das Wochenende bleibt kalt mit strengem Frost.