Ein angekündigter Wintereinbruch hat in Kiel zu erheblichen Verkehrsproblemen geführt, darunter der Stillstand des gesamten Busverkehrs für Stunden. Der Leiter des Winterdienstes sieht keine Fehler, während Opposition und Kommentatoren die Stadtverwaltung kritisieren. Die CDU fordert Verbesserungen nach ähnlichen Vorfällen im Vorjahr.
Der Wintereinbruch in Kiel war seit Tagen angekündigt und dauerte nur etwa zwei Stunden. Dennoch wurden die Hauptverkehrsstraßen rutschig, und der Busverkehr brach zusammen, bis in den Vormittag des nächsten Tages. Christian Schmitt, Werkleiter des ABK und Chef des Kieler Winterdienstes, äußert sich im Interview zufrieden: „Da ist nichts schiefgelaufen“ und er sei „sehr zufrieden“ mit dem Einsatz seiner Mannschaft.
Kritik kommt von der CDU-Ratsfraktion, die den Winterdienst als unzureichend umgesetzt bezeichnet und Stadtverwaltung sowie Oberbürgermeister Ulf Kämpfer dafür verantwortlich macht. Die Partei erinnert an Versprechen der Verwaltung nach den schlechten Erfahrungen im Dezember 2023, wonach der Busverkehr auf Hauptachsen schneller wieder aufgenommen werden solle. Stellvertretender Chefredakteur Kristian Blasel kommentiert: Die Strukturen und Pläne der Stadt reichen nicht aus, um in solch einer Situation rasch zu reagieren. Im Vergleich zu Hamburg, wo der Busverkehr trotz stärkerem Schneefall schneller wiederhergestellt wurde, liege es nicht nur am Wetter.
Der Oberbürgermeister mahnt stattdessen die Streupflicht der Bürger an, anstatt intern Alarm zu schlagen. Mit dem Ende der Ferien und bevorstehendem Berufsverkehr warnt der Kommentar vor weiteren Problemen, da neuer Schnee angekündigt ist.