Car struck by train on black ice-covered road in Germany, emergency response scene.
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Auto von zug erfasst: glätte-chaos dauert in deutschland an

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Spiegelglatte Straßen haben am Sonntag zu zahlreichen Unfällen in Deutschland geführt, darunter ein dramatischer Vorfall in Niedersachsen, bei dem ein Auto von einem Regionalzug erfasst wurde. Der Fahrer war alkoholisiert und unter Cannabis-Einfluss, erlitt jedoch keine Verletzungen. Der Deutsche Wetterdienst warnt weiter vor Glätte in vielen Regionen.

Das Glätte-Chaos hielt am Sonntag, dem 27. Dezember, in vielen Teilen Deutschlands an und führte zu intensiven Einsätzen von Polizei und Feuerwehr. Besonders betroffen waren Sachsen und Hessen, wo die Polizei frühmorgens bereits 32 Unfälle in Sachsen zählte. In St. Egidien im Landkreis Zwickau prallte ein Autofahrer auf glatter Fahrbahn gegen ein Verkehrsschild, blieb aber unverletzt. Am Vorabend hatte sich in Mittelsachsen ein 61-Jähriger auf der S34 bei Großweitzschen mehrmals überschlagen und leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Ein Linienbus rutschte in Mittweida in eine Hauswand und riss ein Baugerüst aus der Verankerung.

Der auffälligste Unfall ereignete sich in Bad Gandersheim im Landkreis Northeim in Niedersachsen. Am Samstagabend gegen 21 Uhr kam ein Auto in einer scharfen Kurve auf winterglatter Straße vermutlich wegen zu hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab, prallte gegen eine Ampel und landete mit dem Heck auf den Gleisen. Ein Regionalzug erfasste den Wagen, obwohl der Zugführer eine Gefahrenbremsung einleitete; der Zug stoppte erst nach rund 400 Metern. Weder der Autofahrer noch die Zuginsassen wurden verletzt. Die Polizei stellte fest, dass der Fahrer alkoholisiert und unter Cannabis-Einfluss stand; sein Führerschein wurde beschlagnahmt, und es wird gegen ihn wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.

Weitere Vorfälle gab es im Landkreis Celle mit acht glättebedingten Unfällen am Samstagvormittag, darunter eine 21-Jährige, die in Hohne gegen einen Baum prallte und mit dem Auto auf dem Dach landete, aber unverletzt blieb. Am Sonntagvormittag folgten zwei weitere Unfälle mit Blechschäden. In Rinteln konnte die Polizei aufgrund der Unfallflut nicht alle Stellen erreichen; innerhalb von vier Stunden wurden neun Fahrzeuge, ein Verkehrsschild und eine Mauer beschädigt, ohne Verletzte. In Wehrbleck-Strange überschlug sich ein Auto, und der Fahrer floh.

In Nordrhein-Westfalen meldete der Kreis Minden-Lübbecke 16 Unfälle, bei denen ein Verkehrsteilnehmer verletzt wurde. In Hessen verunglückte ein 19-Jähriger in Schenklengsfeld schwer mit seinem Beifahrer, und eine 18-Jährige in Südhessen prallte bei einem Überholmanöver gegen einen Baum.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor hoher Glatteisgefahr in den mittleren Landesteilen durch Nieselregen, der gefriert, mit Morgen-Temperaturen von 0 bis -5 Grad, im Süden kälter. Tagsüber stiegen die Werte auf 0 bis 4 Grad, an Küsten bis 6 Grad. Die Nacht wird eiskalt mit -3 bis -9 Grad, stellenweise -13 Grad. Zum Montag bleibt Vorsicht geboten, mit Schnee in Bergen und Regen im Norden.

Bereits am Samstag und Freitag hatte das Chaos begonnen: Ein Massencrash auf der A1 nahe Wildeshausen verletzte fünf Personen leicht, eine Mutter und ihr Baby überschlugen sich in Cloppenburg. In Berlin und Potsdam überlasteten Stürze auf glatten Wegen Notaufnahmen; die Charité versorgte samstags über 200 Patienten mit Knochenbrüchen an Hüfte, Armen und Schultern. Ein Sprecher sprach von einem „Massenanfall von Verletzten“. Am Freitag starb eine 73-Jährige in Hessen nach einem Unfall nahe Hessisch Lichtenau.

In der Region Lübeck, Ostholstein und Herzogtum Lauenburg meldete die Polizei ebenfalls zahlreiche Unfälle durch Eisglätte, darunter mehrere Autos von der Fahrbahn und ein Fahrer mit 1,66 Promille Alkohol im Blut.

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