Das Sturmtief Elli sorgt für heftige Schneefälle und starke Winde in weiten Teilen Deutschlands, besonders im Norden. Schulen bleiben in Niedersachsen und Teilen Schleswig-Holsteins geschlossen, während Verkehrsunternehmen ihre Dienste einschränken. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor lebensgefährlichen Bedingungen.
Das Sturmtief Elli, das vom Atlantik herannaht, hat Deutschland in eine turbulente Wetterlage gestürzt. Am Donnerstag breitete sich Schneefall auf große Teile des Landes aus, und am Freitag werden vor allem Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Sachsen von heftigen Schneefällen betroffen sein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert unwetterartige Schneefälle mit bis zu 15 Zentimetern Neuschnee in Ebenen und bis zu 20 Zentimetern im Bergland innerhalb von zwölf Stunden. Bundesweit sind starke Sturmböen zu erwarten, die zusammen mit Schnee und Glätte zu Schneeverwehungen und Dauerfrost führen können.
In Reaktion auf die Warnungen bleiben alle Schulen in Niedersachsen am Freitag für den regulären Unterricht geschlossen, und es gibt keine Präsenzpflicht in Berlin. In Schleswig-Holstein wurde Schulfrei nur in neun Kreisen angeordnet, was zu Kritik führt, da es Familien vor widersprüchliche Situationen stellt – etwa wenn Geschwister in unterschiedlichen Regionen zur Schule müssen. Verkehrsministerin Schnieder in Niedersachsen ruft zum Daheimbleiben auf und mahnt zur Vorsicht.
Die Deutsche Bahn hat ihr Fernverkehrsangebot in Norddeutschland eingeschränkt und rät von nicht notwendigen Reisen ab. Fährverbindungen an der Nordseeküste sind vorübergehend eingestellt, und Busunternehmen wie Moia in Hamburg stellen den Betrieb ein. In Schleswig-Holstein und Hamburg warnen Behörden vor Glätte und Schneesturm, besonders in Ostseenähe. Der DWD empfiehlt, zu Hause zu bleiben und Vorbereitungen zu treffen, wie volle Tanks und warme Decken. Bis Sonntag halten Niederschläge an, bevor sich das Wetter am Samstag beruhigt.