Sturmtief Elli verursacht Störungen im Norden trotz milder Auswirkungen

Das Sturmtief „Elli“ hat Schleswig-Holstein am Freitag mit Schnee und Sturm in Atem gehalten, führte jedoch zu weniger Chaos als befürchtet. Viele Züge fielen aus, Straßen wurden gesperrt und Hochwasser droht an der Ostseeküste. Zwei Bundesliga-Spiele wurden abgesagt.

Das Sturmtief „Elli“ traf den Norden Deutschlands am Freitag, blieb in Schleswig-Holstein (SH) aber weitgehend unter den Prognosen. Die 170-Einwohner-Gemeinde Worth im Kreis Herzogtum Lauenburg war zeitweise isoliert, da Zufahrtsstraßen verschneit waren. Viele Straßen im Land, darunter in Fehmarn, wurden wegen Schneeverwehungen gesperrt oder waren schwer passierbar.

Die Deutsche Bahn stellte den Fernverkehr im Norden ein und stoppte die Strecke zwischen Lübeck und Hamburg ab Mittag. Züge fuhren verspätet oder nur bis Ahrensburg, Ausfälle im Regionalverkehr dauern bis Sonntag. Auf dem Wasser reduzierte Scandlines den Fährverkehr nach Dänemark, mehrere Fahrten zwischen Gedser und Rostock wurden gestrichen. Seebrücken in Scharbeutz, Haffkrug und Heiligenhafen blieben gesperrt. Am Hamburger Flughafen wurden bis zu 25 Starts und 22 Landungen abgesagt.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz warnte abends vor Hochwasser entlang der gesamten Ostseeküste SHs; in Lübeck steigen Pegelstände bis Samstagmittag auf 1,10 bis 1,20 Meter über Normalnull. Betroffene Gebiete sollen gemieden werden.

Im Sport führte das Wetter zu Absagen: Das Bundesliga-Spiel FC St. Pauli gegen RB Leipzig und SV Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim fielen aus. Die DFL begründete dies mit Vereisungen und Schneeverwehungen im Stadionbereich. Hoffenheim-Trainer Christian Ilzer sagte: „Wir sind trotz Schnee und Sturm absolut bereit.“ Nachholtermine sind offen.

Das Wetter bleibt unbeständig: Hochwasser bis Samstagnachmittag, dann Kälte mit bis minus 11 Grad in der Nacht zum Sonntag.

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