Vier Départements im Süden Frankreichs sind sonntagabend in Orange-Warnstufe wegen starker Regenfälle und Hochwassergefahr geraten, mit schlechtem Wetter bis montags erwartet. In Aude werden Schulen geschlossen und Evakuierungen in Narbonne angeordnet. Behörden fordern höchste Vorsicht angesichts drohender Flussüberläufe.
Starke Regenfälle halten in mediterranen Regionen an, von Languedoc-Roussillon bis Ostkorsika, mit heftigen Schauern erwartet am Montag. Vier Départements – Aude, Hérault sowie beide auf Korsika – sind seit Sonntagabend in Orange-Warnstufe wegen Regen, Überschwemmungen oder steigender Gewässer. Pyrénées-Orientales wechselt um 6 Uhr morgens am Montag auf diese Stufe, nach Gelbwarnung. In Aude haben Überläufe der Cesse-Flusses zur Schließung aller Schulen von Kindergarten bis Gymnasium am Montag sowie zum Aussetzen des Schulverkehrs geführt. „Das Ziel ist, die Bewegungen der Bewohner so weit wie möglich einzuschränken“, sagte Amélie Trioux, Stabschefin der Präfektin von Aude, AFP. Eine Evakuierungsanordnung wurde für die Viertel Maraussan und La Mayolle in Narbonne erlassen, einer Stadt mit rund 60.000 Einwohnern nahe dem Mittelmeer. Bewohner der Erdgeschosse sollen zum Sportpark oder zur Narbonne Arena gehen, während die mit Zugang zu oberen Etagen dort bleiben können. Überschwemmungen gelten als unmittelbar bevorstehend. In Hérault befürchten die Behörden bis Sonntagabend über 250-300 mm Niederschlag insgesamt, mit 36 Einsätzen von Feuerwehr und Polizei bis mittags, um Menschen von überschwemmten Straßen zu bergen. Aveyron ist auf Gelbwarnung herabgestuft. Auf Korsika gilt die Orange-Warnstufe für Regen und Überschwemmungen seit 10 Uhr. Alpen-, Pyrenäen- und korsische Départements sind wegen Lawinen auf Gelbwarnung. Am Montag sind anhaltende Regenfälle in diesen Gebieten zu erwarten, reichlicher Schnee in den südlichen Alpen und Pyrenäen oberhalb 1.400 Metern sowie Küstenwinde bis 90 km/h. Die Temperaturen reichen von 0 °C in den Ebenen des Elsass bis 11 °C am Mittelmeer.