Der Antidrogen-Aktivist Amine Kessaci, 22, hat sich am 26. Januar offiziell der Liste des amtierenden Bürgermeisters Benoît Payan für die Marseiller Kommunalwahlen im März angeschlossen. Als prominente Figur im Kampf gegen den Drogenhandel steht er unter starkem Schutz nach der Ermordung seines jüngeren Bruders im November 2025 und wird eine zentrale Rolle in der Linken-Union einnehmen. Er erklärte, er werde nicht unter Wohnsitzpflicht leben.
Amine Kessaci, Mitglied der Les Ecologistes, erhielt eine emotionale Begrüßung von Anhängern des Printemps marseillais bei einer Ankündigung unter strenger Polizeibewachung. Mit 22 Jahren hat der junge Aktivist zwei Brüder durch Ermordung verloren, darunter seinen jüngeren Bruder Mehdi, der am 13. November 2025 von einem Killerkommando getötet wurde. Trotz dieser Tragödie hat er sich entschieden, sich politisch an der Seite von Benoît Payan zu engagieren, dem vielfältigen linken Bürgermeister Marseilles seit 2020 und Kandidaten zur Wiederwahl bei den Wahlen im März 2026. Payan beschrieb Kessaci als Inhaber «einer zentralen Rolle (…) im Herzen des Herzens der Aufstellung», ohne seine genaue Position zu nennen. Laut internen Quellen könnte er auf Platz drei der Hauptliste stehen, der erste Mann nach dem Bürgermeister, wird aber nicht auf der Liste des 7. Sektors erscheinen, wo er zuvor lebte. Noch immer unter Schutz wegen seiner Bemühungen gegen den Drogenhandel, äußerte Kessaci seine Ablehnung einer Einschränkung: «Ich werde nicht unter Wohnsitzpflicht leben.» Dieser Beitritt stärkt die Linken-Union, die darauf abzielt, die Stadt inmitten zunehmender Konkurrenz zu halten. Die 2020 siegreiche Koalition Printemps marseillais setzt auf dieses Profil, um gegen die durch Drogenhandel bedingte Unsicherheit zu mobilisieren.