Schwedische Kampffahrzeuge und niederländische Apache-Hubschrauber simulieren im Rahmen der Großübung Aurora 26 einen Angriff in Revingehed in der südschwedischen Provinz Schonen. Das Manöver, das noch bis zum 13. Mai andauert, umfasst 18.000 Teilnehmer aus Schweden und verbündeten Nationen. Russlands Krieg in der Ukraine sorgt für einen verstärkten Fokus der Nato.
In Revingehed bei Lund hallen Schüsse sowie das Dröhnen von Panzern und niederländischen Apache-Hubschraubern durch die Landschaft – Teil des Manövers Våreld, das zur Großübung Aurora 26 gehört. Schwedische Einheiten führen, unterstützt durch eine Aufklärungskompanie einer französischen Brigade, einen Angriff durch. Die Übung, die vom 27. April bis zum 13. Mai stattfindet, erprobt Nato-Einsatzpläne mit 18.000 Soldaten, Offizieren und zivilen Kräften, darunter 1.500 Personen aus zwölf verbündeten Nationen.
Vizeadmiralin Ewa Skoog Haslum, die die Übung besucht, erklärt: „Russlands Krieg gegen die Ukraine hat uns in die schlechteste Sicherheitslage seit dem Zweiten Weltkrieg gebracht.“ Sie betont die Wichtigkeit des Trainings für den Ernstfall und sendet ein Signal an Russland: „Greifen Sie uns nicht an, denn wir sind ziemlich gut.“
Verteidigungsminister Pål Jonson (M) unterstreicht den Aufrüstungskurs: „Wir müssen die Jahre, in denen Russland in der Ukraine gebunden ist, nutzen, um uns aufzubauen.“ Schweden erhöht sein Verteidigungsbudget bis 2030 auf 3,5 Prozent des BIP, nachdem erst kürzlich Flugabwehrsysteme im Wert von 50 Milliarden Kronen beschafft wurden.
Im Hafen von Höganäs erproben 30 Kampfboote des amphibischen Bataillons Älvsborg mit 300 Soldaten Verlegungen von der West- zur Ostküste. Bataillonskommandeur Robin Johansson sagt: „Wir testen reale Einsatzpläne.“ Die Übung integriert Erkenntnisse aus der Ukraine, wie den Einsatz von Drohnen und elektronischer Kampfführung, wobei ukrainische Soldaten beratend zur Seite stehen.